Verband beklagt verlorenes Gärtner-Know-how

27.10.2021 Hübsch bepflanzte Verkehrsinseln sind eine gute Visitenkarte für Kommunen. Allerdings fehlt es häufig am nötigen Wissen.

Eine Verkehrsinsel kann ein Aushängeschild für eine Stadt sein © ENA/BdB/Jörg Pfenningschmidt

SP-X/Berlin. An immer mehr Kreuzungen in Deutschland ersetzen Kreisverkehre die klassischen Ampelanlagen. Viele von ihnen sind bepflanzt – nicht immer jedoch in sinnvoller Weise, wie der Bund deutscher Bauschulen beklagt. In vielen Kommunen fehle es an Pflegekräften mit dem richtigen Knowk-how.  

Drei Aspekte sind dem Verband bei der Bepflanzung der Verkehrsinseln wichtig. So sollten standortgerechte Pflanzen eingesetzt werden und zwar möglichst solche, die schon früh blühen und keinen Rückschnitt brauchen. Die Bepflanzung muss zudem eindeutig als Gartenfläche erkennbar sein, so dass sie von Passanten oder Hunden nicht leichtfertig betreten wird. Nicht zuletzt ist auch die Ästhetik wichtig, eine gute Bepflanzung entfaltet Fernwirkung und sorgt für einen „Wow-Effekt“. Gutes Aussehen ist allerdings nicht der einzige Pluspunkt. Sinnvoll begrünte Verkehrsinseln verbessern die Luftqualität, sorgen im Sommer für Kühlung und dienen als Lebensraum für Vögel und Insekten.

Konkret empfiehlt der Verband unter anderem, unkomplizierte Gräser und Stauden zu pflanzen. Doch da fangen den Experten zufolge häufig die Probleme an. Wenn man Diversität und Vielfalt beibehalten wolle, müsse man Personal haben, das wisse, wann es wie kontrollierend einschreite, heißt es in einer Mitteilung. Viele seien es jedoch nicht gewohnt, mit Stauden zu arbeiten. Es fehle schlicht eine neue Generation, die über dieses Wissen verfüge. Dazu komme häufig eine fehlende Praxisorientierung bei den Planern, die etwa ungeeigneten Bahnschotter als Mulchschicht einsetzen oder falsche Pflanzen auf den falschen Flächen vorsehen.

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