Microlino kommt nach dem IAA-Debüt in den Handel

03.08.2021 Vor fünf Jahren war er der Star des Genfer Salons, jetzt soll der Verkauf beginnen: Der elektrische Microlino erinnert an einen Oldtimer, doch die Technik ist modern.

Der elektrische Microlino ist ein kompaktes Stadtauto für zwei Personen. Foto: Microlino AG/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es hat zwar etwas länger gedauert, doch jetzt geht die Serienentwicklung auf die Zielgerade: Zur IAA im September in München hat die Schweizer Microlino AG die Premiere und den Verkaufsstart des gleichnamigen Kleinwagens angekündigt. Fünf Jahre nach dem ersten Aufschlag beim Genfer Salon bekommt die legendäre BMW Isetta aus den 1950er Jahren damit einen elektrischen Nachfolger.

Inspiriert von dem ikonischen Rollermobil aus den Wirtschaftswunderjahren haben die Schweizer einen Winzling für den Stadtverkehr entwickelt, der wie das Original vorne breiter ist als hinten - und durch eine Tür im Bug betreten wird. Das Leichtfahrzeug ist 2,50 Meter kurz, 1,50 Meter schmal und ohne Batterie keine 450 Kilo schwer. Der Microlino bietet Platz für zwei Personen und zumindest einen großen Einkauf, teilte der Hersteller mit.

Das Fahrzeug wurde seit dem ersten Entwurf vor allem hinsichtlich der Sicherheit noch einmal komplett überarbeitet und mit einem komfortableren Fahrwerk ausgestattet. Verkauf und Auslieferung sollen zu Preisen ab etwa 12 500 Euro noch in diesem Jahr beginnen.

Angetrieben wird der Microlino von einem E-Motor mit 20 kW für maximal 90 km/h und einer Batterie, die mit einer Kapazität von bis zu 14,4 kWh den Strom für bestenfalls 200 Kilometer liefern soll. Obwohl von einem Klassiker inspiriert, setzt Microlino auf moderne Technik: Scheinwerfer und das Lichtband im Bug strahlen mit LED, die Instrumente sind digital. Als zentrales Bedienelement dient dem Hersteller zufolge ein Touchscreen.

Für den Microlino benötigt man anders als etwa für den Citroën Ami einen herkömmlichen Pkw-Führerschein. Dennoch erfüllt der Leichtkraftwagen nicht alle Standards aus der Autowelt: Airbags und ESP zum Beispiel gibt es zum Start nicht einmal gegen Aufpreis.

© dpa-infocom GmbH

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