Dachboden ausbauen: Eine gute Planung spart Kosten

Die Gründe, einen Dachboden ausbauen zu lassen, können sehr unterschiedlich sein. Auf der einen Seite wird mehr Wohnraum benötigt, auf der anderen Seite sollte das Dachgeschoss besser isoliert werden.
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Was muss beim Ausbau des Dachbodens berücksichtigt werden?

Oft wird der Dachboden stiefmütterlich behandelt. Er ist vorhanden, wurde aber über Jahre oder Jahrzehnte hinweg nicht beachtet. Erst, wenn die Familie wächst oder die Energiewerte nicht mehr stimmen, rückt er wieder in den Mittelpunkt. Ein ausgebauter Dachboden kann besonders gemütlich und heimelig sein, wenn ein guter Architekt die Planung übernimmt. Hinzu kommt die Möglichkeit, einen Großteil der Heizenergie einzusparen. Aufgrund der staatlichen Vorgaben lohnt es sich meist aber nicht, selbst Hand anzulegen, wenn die staatlichen Genehmigungen nicht erteilt wurden.

Wann kann ein Dachboden ausgebaut werden?

Für den Ausbau müssen die dafür notwendigen Voraussetzungen vorhanden sein. Der Dachstuhl muss vor einer Planung erst einmal gründlich untersucht werden. Am einfachsten ist ein Dachausbau, wenn das bereits vorhandene Dach noch genutzt und nicht neu aufgebaut werden muss. Die Dachneigung muss mindestens 35 Grad betragen, damit ein Dachausbau möglich ist und genehmigt werden kann. Ein Fachmann sollte zudem prüfen, ob die Umsetzung statisch möglich ist und ob das Dach an sich noch intakt ist. Der Dachstuhl sollte von seiner Konstruktion her zur geplanten Nutzung passen.

In welchem Zustand ist die Dacheindeckung? Hält sie noch ein paar Jahre oder muss sie erneuert werden? Die Dämmung des Daches sollte ebenfalls ausreichend sein, da ansonsten der neue Wohnraum im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt ist. Ein Fachmann muss prüfen, wie tragfähig die Decke ist und aus welchen Materialien sie gefertigt wurde. Damit die Dachräume ausreichend hell sind, ist gegebenenfalls der Einbau von Dachfenstern nötig. Dieser Platz muss erst einmal gegeben sein.

Dachräume ohne Toilette, Bad, Heizung und fließendes Wasser können kaum bewohnt werden. Es ist daher wichtig, dass alle wichtigen Anschlüsse, wie Elektrizität, Abwasser und Wasser im Dachbereich verfügbar gemacht werden können.

Was der Gesetzgeber sagt

Ein Dachbodenausbau muss den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Ob für den geplanten Ausbau eine Baugenehmigung erforderlich ist, hängt vor allem vom Umbau der Arbeiten ab. Findet eine Nutzungsänderung statt – wird also zum Beispiel vorher nicht genutzter Raum zu Wohnraum – ist dies meist genehmigungspflichtig. Details können beim zuständigen Bauamt erfragt werden. Die Landesbauordnung gibt an, welche Materialien für den Ausbau benötigt werden, damit die regionalen Brandschutzvorschriften eingehalten werden. Um alle gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, sollten Sie sich nicht nur einen erfahrenen Architekten suchen, sondern auch mit einem Energieberater einen Termin vereinbaren. Sie erfahren dann auch, welche Aus- und Umbauten förderfähig sind und welche Auflagen für eine KfW-Förderung erfüllt sein müssen.

Sprechen Sie mit Ihrem Architekten durch, ob Ihre Vorstellungen und Wünsche, die mit dem Dachausbau zusammenhängen, umsetzbar sind. Lassen Sie sich Vorschläge machen, wie der Grundriss vom Dachgeschoss nach dem Umbau aussehen könnte. Besprechen Sie unterschiedliche Varianten: Mit Bad, ohne Bad, vielleicht sogar mit einer kleinen Dachterrasse? Sie können erst dann wirkliche Entscheidungen treffen, wenn Sie nicht nur Ihre Möglichkeiten kennen, sondern auch die damit zusammenhängenden Kosten.

Kann ein Dachbodenausbau selbst durchgeführt werden?

Einige Arbeiten wie das Entkernen oder Wände einziehen können Sie selbst übernehmen. Andere Tätigkeiten wie die Dämmung oder das Entfernen von Asbest sollten Sie allerdings Profis überlassen. Um KfW-Förderungen zu erhalten, dürfen Sie den beantragten Dachbodenausbau nicht selbst durchführen. Sie erhalten die Fördergelder nur dann, wenn Sie ein erfahrenes und zertifiziertes Unternehmen beauftragen. Auch wenn der Ausbau dann teurer wird, beugen Sie eventuellen Folgeschäden vor, die durch vermeidbare Heimwerker-Fehler entstehen können.

Fazit

Ein Dachausbau lohnt sich in jedem Fall, egal, ob Sie den ausgebauten Dachboden selbst als Wohnfläche nutzen oder vermieten. Mit einer neuen Isolierung lassen sich massiv Heizkosten sparen. Bevor Sie einen Dachausbau planen und Erkundigungen bei Experten einziehen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie viel der Ausbau maximal kosten darf und welche Erwartungen Sie haben. Im besten Fall erfüllen Sie alle gesetzlichen Auflagen und die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie profitieren dann gleich doppelt.

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