Spartipps für die Weihnachtsbeleuchtung

Es ist ein Widerspruch: Hell erleuchtet soll das Haus in der Adventszeit sein - aber der Strom dafür soll bitte nicht so viel kosten. Schon gar nicht in diesem Krisenjahr. Geht das?
So schön und in diesem Jahr so teuer: Weihnachtsbeleuchtung. © Mascha Brichta/dpa-tmn

Stellen Sie sich vor, wir alle würden an Weihnachten auf die Beleuchtung mit Lichterketten verzichten. Sage und schreibe 19,9 Milliarden Lämpchen blieben schwarz. Das würde so viel Energie einsparen, dass 205.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden könnten.

Das hat eine Berechnung des Energieversorgers Lichtblick ergeben, die auf einer repräsentativen YouGov-Umfrage zur Nutzung von Weihnachtsbeleuchtung basiert.

Eindrucksvoll, oder? An dieser Stelle könnte dieser Text enden, denn offensichtlich ist der beste Tipp zum Energiesparen bei der Weihnachtsbeleuchtung, sie komplett wegzulassen.

Doch es ist Weihnachten. Und wir wollen es uns vielleicht gerade in diesem Krisenjahr schön machen. So verwundert es nicht, dass in der besagten Umfrage nur 29 Prozent der Befragten angeben, dass sie in diesem Jahr weniger festliche Beleuchtung im eigenen Zuhause aufhängen oder -stellen wollen - mehrheitlich um Strom zu sparen.

Nur ganz wenige Menschen wollen komplett verzichten

Aber nur 5 Prozent würden erstmals ganz darauf verzichten. Und 45 Prozent sagen, sie wollen genauso viel Beleuchtung nutzen wie in 2021, 4 Prozent wollen sogar noch mehr mit Beleuchtung dekorieren.

Das Gute ist aber: Wir alle können etwas Energie sparen und trotzdem die Häuser und Wohnungen beleuchten. Vor allem, wenn LED-Lichterketten zum Einsatz kommen. Diese verbrauchen laut Öko-Institut im Vergleich zu anderen Lichterketten rund 80 Prozent weniger Strom - das ist ordentlich.

Zeitschaltuhr hilft beim Kostensenken

Außerdem rät Tobias Schleicher, der am Freiburger Standort des Öko-Instituts unter anderem zu nachhaltigem Konsum forscht, die Lichterketten gezielt an- und auszuschalten.

Am besten nutzt man die Lichter nur ein paar Stunden lang, wenn man sie selbst sehen kann und auch Passanten sie am ehesten wahrnehmen. Nachts sollten die Lichter nicht brennen. «Eine Zeitschaltuhr ist dabei nützlich», so Schleicher.

Trotz stromsparender LED-Technologie muss man aber auch einfach sagen: Je weniger Lichterketten überhaupt gekauft und angeschaltet werden, umso weniger Ressourcen werden verbraucht. Man kann sich also fragen: Tut es nicht auch zumindest eine Kette weniger? Kerzen sind eine wunderschön leuchtende Alternative - ganz ohne Strom.

Der Nachhaltigkeitsexperte Schleicher: «Ich würde in diesem Jahr definitiv keine Kaufempfehlung aussprechen. Wer schon eine LED-Lichterkette hat, kann ja diese für ein paar wenige Stunden am Abend verwenden - oder es einfach lassen.»

© dpa
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