Darum sind Teelichtöfen eine schlechte Idee

Diese Heizung besteht aus Blumentöpfen und Teelichtern, verspricht aber viel Wärme zu kleinen Kosten. Aber Experten raten von Teelichtöfen oder -heizungen nicht nur ab. Sie warnen sogar davor.
Es kann schnell gehen: Viele Teelichter unter einem Teelichtofen können einen Wachsbrand auslösen - und schlimmstenfalls eine Verpuffung. © Benjamin Nolte/dpa-tmn

Feuerwehren, Schornsteinfeger und die Versicherungen: Sie alle warnen vor der Nutzung von Teelichtöfen. Warum eigentlich?

Darum geht es:

Teelichtöfen sind Konstruktionen aus zwei Tontöpfen, die mit Gewindestange, Muttern und Unterlegscheiben zusammengeschraubt werden. In ihrem Inneren brennen Teelichter ab - und sollen so helfen, den Wohnraum günstiger zu heizen. Denn ein Teelicht, dass die Prüfkriterien des RAL-Gütezeichens für Kerzen einhält, soll schließlich mindestens vier Stunden brennen können.

Darum ist der Ofen gefährlich:

Stehen mehrere Teelichter aus Paraffin zu nah nebeneinander, können sie sich gegenseitig zum Schmelzen bringen. Der Unterschied vom kontrollierten Schmelzen des Wachses durch die Flamme: Brennbare Gase, die sich dabei bilden, brennen sofort ab. Bei der Schmelze von Teelichter-Gruppen aber können sich diese Gase ansammeln und sich im schlimmsten Fall explosionsartig entzünden.

Die Gütegemeinschaft Kerzen rät daher, Teelichter immer mit einem Abstand von drei Zentimetern zueinander aufzustellen. Und man sollte nicht mehrere Kerzen unter einen Teelichtofen stellen, wenn der Sicherheitsabstand nicht möglich ist.

Übrigens, wenn doch mal was außer Kontrolle gerät: Teelichter werden üblicherweise aus Paraffin hergestellt, ein Erdölprodukt. Es kann ähnlich wie brennendes Öl oder Benzin, nicht mit Wasser gelöscht werden. Ein Brand von Paraffin-Kerzen sollte daher erstickt werden, es sei denn, man kann die Teelichter noch auspusten, so die Gütegemeinschaft Kerzen, ein Verbund von Kerzenherstellern.

Darum bringt der Ofen kaum Wärme:

Von der Gefahr mal ganz abgesehen: Teelichtöfen können einen Wohnraum nicht wirklich aufheizen. Ihre Wärmeleistung sei «sehr gering», heißt es unter anderem von der Gütegemeinschaft Kerzen. Bereits in einem Meter Entfernung sei die Wärme des Ofens nicht mehr zu messen.

Das heißt also: Man bräuchte viele solcher Teelichtöfen im Raum, um diesen wärmer zu bekommen. Die Gütegemeinschaft spricht von einem Teelicht pro Quadratmeter Fläche. Ihr Fazit: «Ein Teelichtofen ist daher vor allem eine nette und stimmungsvolle Dekoration.»

Immerhin: Es ist eine warme Dekoration. Wer schon mal direkt vor einem dieser kleinen Teelichtöfen gesessen hat, nimmt die Wärme der Kerzen war - zumal die Tontöpfe sich damit aufheizen. Der Effekt verflüchtigt sich jedoch, sobald man nicht mehr in unmittelbarer Nähe der Teelichter sitzt.

© dpa
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