Ein Hund kann mehr als Gassi gehen

27.06.2022 Viele Hunde genießen es, wenn ihnen Aufgaben gestellt werden. Das fordert sie geistig. Zudem wird die Beziehung zu ihrem Menschen enger.

Jeden Tag nur Gassi gehen, kann auf die Dauer langweilig werden. Doch es gibt jede Menge Möglichkeiten für Hund und sein Frauchen oder Herrchen, den gemeinsamen Alltag abwechslungsreich zu gestalten.

Wichtig dabei: Das neue Hobby soll beiden Spaß machen. Hier ein Überblick über mögliche Aktivitäten, deren vor- und Nachteile.

Apportiertraining

Viele Hunde lieben es, Gegenstände zu bringen. «Ein solches Training hat viele Vorteile, ein Hund kann damit geistig und körperlich ausgelastet werden», erklärt die Hundetrainerin Franziska Herre aus Erfurt. Es gibt unendlich viele Varianten, das Training ist für Jung und Alt geeignet, kann für fortgeschrittene Hunde sehr komplex gestaltet werden und fördert letztlich auch den Grundgehorsam und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier.

Zum Beispiel muss der Hund sitzenbleiben, während Gegenstände geworfen werden, so wird die wichtige Impulskontrolle trainiert. Oder der Rückruf wird geübt, indem der Hund auf dem Weg zum Dummy zurückgepfiffen wird. Dieses Training hält die Hundetrainerin für deutlich sinnvoller als das Werfen von Bällen. «Mit diesem stupiden Hetzen heizen sich die Hunde immer nur weiter auf.»

Canicross

Sportliche Menschen können sich beim Joggen, Roller fahren oder Radeln von ihrem Hund ziehen lassen. Nötig ist dafür ein spezielles Zuggeschirr für Hund und Mensch. Dieses muss beiden gut passen, sollte also nirgends drücken oder gar dem Hund die Luft abschnüren.

«Für sportliche Menschen mit gesunden, mittelgroßen Hunden ist Canicross gut geeignet», so die Einschätzung der Hundetrainerin Monika Groß aus dem hessischen Grävenwiesbach. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, die Kondition des Tieres langsam aufzubauen.

Hooper Agility

Dieser Hundesport ist für Tiere in jedem Alter und in jeder Größe geeignet. Anders als beim normalen Agility läuft der Mensch nicht durch den Parcours mit, sondern lotst seinen Hund aus der Distanz zu den verschiedenen Hindernissen, wie Torbögen oder Tunnel. Zudem muss der Hund nicht springen, belastet also nicht seine Gelenke. «Ich bin ein großer Fan von Hooper Agility, weil die Hunde dabei eng mit ihrem Menschen zusammenarbeiten», sagt Herre.

Klickertraining

Wer seinem Hund Tricks beibringen möchte, kann dabei auf das Klickertraining setzen. Dabei wird dem Hund mit Hilfe eines Klicks jeweils gezeigt, wenn er was richtig gemacht hat. «Der Klicker ist schnell und immer gleichbleibend, während bei einem Lob mit der Stimme immer die Emotionen mit reinkommen», nennt Groß einen Vorteil dieses Trainings.

Allerdings muss sich der Mensch sehr konzentrieren und schnell sein, damit er früh genug klickt. Soll der Hund zum Beispiel fürs Sitzenbleiben belohnt werden und es klickt erst, wenn er wieder aufsteht, lernt er etwas Falsches.

Zielobjektsuche

Auch hierbei werden die Tiere sehr gut geistig ausgelastet. Zudem kann zu Hause geübt werden, so dass sich das Training auch für schlechtes Wetter eignet. Dabei wird dem Hund beigebracht, einen kleinen Gegenstand zu suchen, wie zum Beispiel eine Büroklammer, einen Teebeutel oder einen Schlüssel.

«Zunächst wird trainiert, dass er den Gegenstand mit der Nase berühren soll», erklärt Herre. Dazu wird dieser in der Hand gehalten, sobald der Hund ihn anstupst, bekommt er ein Leckerli und die jeweilige Bezeichnung wird gesagt, also zum Beispiel «Klammer» oder «Schlüssel». Wenn der Hund das Prinzip verstanden hat, wird der Gegenstand versteckt, zum Beispiel in einer Hand oder im Raum.

Erst wenn dies sicher klappt, kann ein weiterer Gegenstand ins Training aufgenommen werden. Im Laufe der Zeit hat der Hund mehrere Gegenstände im Repertoire, die er auf das jeweilige Kommando suchen kann.

© dpa

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