Wie man Igel an heißen Tagen unterstützen kann

07.08.2022 Igel sind meistens in der Dämmerung und nachts unterwegs. Das ist schlau, denn auch an heißen Sommertagen ist es dann oft kühler. Doch Hunger und Durst können sie tagsüber in die Hitze treiben.

Eine Lücke im Zaun hilft Igeln, denn so können die Tiere auf der Suche nach Nahrung ein größeres Gebiet durchstreifen. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn

Viel trinken und einen Schattenplatz suchen - das gilt nicht nur für Menschen bei Hitze. Auch Wildtiere wie Igel brauchen an warmen Sommertagen mehr Flüssigkeit und kühle Verstecke.

Wer Igeln in seinem Garten kurzfristig helfen will, kann Schälchen mit Wasser und Katzenfutter aufstellen. Dazu rät der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV).

Die Futterzugabe sollte jedoch keine Dauerlösung sein. Sinnvoll ist die extra Portion Nahrung nur in Ausnahmefällen. Etwa wenn man beobachtet, dass Igel mehrere Tage lang tagsüber nach Nahrung suchen und wenn sie unterernährt wirken. Das erkennt man etwa an eingefallenen Flanken sowie einer deutlichen Hungerfalte hinter dem Kopf.

Kühles Versteck statt heißer Asphalt

Damit Igel und andere Wildtiere genügend Nahrung und Schatten finden, empfiehlt der LBV langfristig naturnahe Gärten und Parks. Wichtig sei auch, dass die Tiere einen Durgang in Nachbargärten finden. Damit sie kein Zaun davon abhält, ein großes Gebiet auf der Suche nach Nahrung zu durchstreifen.

Gut, wenn es im Garten Hecken, Reisighaufen und trockene Hohlräume etwa unter Holzstapeln gibt. Dort können Igel ein kühles Plätzchen zum Ausruhen finden. Versiegelte Flächen und Asphalt speichern hingegen die Wärme lange bis in die Nacht hinein, und bieten Wildtieren keinen schattigen Unterschlupf.

Igel-Beute verkriecht sich vor der Hitze und Trockenheit

Nach Angaben des LBV suchen immer mehr Igel auch tagsüber Nahrung, weil sie nachts nicht genug finden - der Hunger treibt sie an. Das Problem ist, dass einige Insekten, etwa der Laufkäfer, für ihre Entwicklung ausreichend Feuchtigkeit brauchen. Zudem verkriechen sich bei Hitze beispielsweise Regenwürmer in tiefe Bodenschichten. Auch Schmetterlingsraupen sowie Ohrwürmer oder Schnecken ziehen sich bei Hitze zurück.

Gerade im August, wenn viele Igel Jungtiere haben, sollten Gartenbesitzer also darauf achten, ob sie tagsüber hungrige Igel in ihrem Garten entdecken. Und dann den Tieren etwas Futter hinstellen.

© dpa

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