Hunde immer für Schäden in Millionenhöhe absichern

20.07.2022 Hunde stellen viel Blödsinn an. Die Vase des Nachbarn ist schnell vom Tisch gewedelt. Nicht gut, aber noch zu verschmerzen. Aber was, wenn es zum Verkehrsunfall kommt?

Der Preis einer Hundeversicherung hängt nicht nur von den Leistungen ab, sondern auch von der Größe des Tieres. © Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

Hunde können Schäden in Millionenhöhe verursachen und sollten für diesen Fall dringend abgesichert sein. Denn Hunde sind, anders als Katzen und Kleintiere, nicht über die Privathaftpflicht ihrer Besitzer mitversichert, so Stiftung Warentest (Ausgabe 8/2022).

In den Bundesländern Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ist eine solche sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Wer eine Haftpflichtversicherung für Hunde abschließen möchte, sollte das Kleingedruckte gründlich lesen. Auf diese sieben Punkte sollten Halter achten:

1. Die Schäden können sehr teuer werden. Die Versicherungssumme für Personen- und Sachschäden sollte daher mindestens 10 Millionen Euro betragen.

2. Hundehalter müssen sich trotz Haftpflicht an die Regeln halten. Verstößt jemand unwissentlich gegen Pflichten wie Leinen- oder Maulkorbpflicht, sollte die Versicherung trotzdem zahlen.

3. Der Versicherungsschutz sollte auch Schäden in der eigenen Mietwohnung abdecken - zumindest bis zu einer Höhe von 500 000 Euro. Ausgeschlossen bleiben in der Regel Verschleißschäden, also zum Beispiel von den Hundekrallen zerkratzter Parkettboden.

4. Besitzer haften für Schäden ihrer Hunde auch, wenn Freunde gerade auf den Hund aufpassen. Die Versicherung sollte deshalb auch Tierhüter einschließen.

5. Ist der Hund mit auf Reisen, sollte er auch hier abgesichert sein. Ein guter Richtwert ist laut «Stiftung Warentest» deshalb, wenn er für mindestens drei Jahre in der Europäischen Union und mindestens ein Jahr weltweit versichert ist.

6. Und diese eine Eventualität sollten Halter Bedenken: die des ungewollten Nachwuchses. Schäden durch ungewollte Deckakte sollten inklusive sein.

7. Kommt es gewollt oder ungewollt zu einem Wurf sollten die Welpen einer Hündin mindestens für sechs Monate mitversichert sein, solange sie noch im Haushalt leben.

Der Preis der Police hängt nicht nur vom Leistungsumfang sondern auch von der Größe des Hundes ab. Versicherungen die Personen- und Sachschäden von mindestens zehn Millionen Euro abdecken, sind laut «Stiftung Warentest» ab 46 Euro (kleine Rasse) beziehungsweise 48 Euro (große Rasse) zu finden. Aber Vorsicht, Listen- oder gefährliche Hunde sind von den Angeboten teilweise ausgeschlossen.

© dpa

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