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Vor Dänemark-Reise: Impfschutz gegen Keuchhusten überprüfen

Starke Hustenanfälle, pfeifendes Einatmen, Luftnot: Das sind Anzeichen für Keuchhusten. In Dänemark treten derzeit gehäuft Fälle auf. Für wen lohnt sich eine Impfung?
Impfpass
Mit der DTP-Impfung auf der sicheren Seite: Dabei handelt es sich um einen Kombi-Impfstoff gegen drei Infektionskrankheiten - Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (Pertussis). © Andrea Warnecke/dpa-tmn

Vor Fernreisen nehmen viele ihren Impfpass ganz genau unter die Lupe. Vor Reisen in Nachbarländer tun das dagegen nur wenige. Doch wer einen Aufenthalt in Dänemark plant, sollte prüfen: Bin ich noch gut gegen Keuchhusten geschützt?

Denn insbesondere auf der dänischen Insel Fünen treten momentan gehäuft Keuchhusten-Fälle auf. Darauf macht das Centrum für Reisemedizin (CRM) aufmerksam.

Einmalige Auffrischung für Erwachsene

Keuchhusten wird durch bestimmte Bakterien verursacht, die durch Tröpfchen oder durch direkten Kontakt mit Erkrankten übertragen werden. Die gute Nachricht: Impfungen schützen vor Infektionen.

Weil Keuchhusten für kleine Kinder lebensgefährlich werden kann, empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) allen Kindern und Säuglingen den Piks. Eine Grundimmunisierung besteht in aller Regel aus drei Impfungen im ersten Lebensjahr. Eine erste Auffrischung sollte im Vorschulalter passieren, eine zweite im Jugendalter.

Und was gilt für Erwachsene? Die Stiko empfiehlt ihnen eine einmalige Impfung. Sie sollte zusammen mit der nächsten fälligen Tetanus- und Diphtherie-Auffrischung passieren. Die ist alle 10 Jahre dran.

Schwangeren empfiehlt die Kommission außerdem einen Piks zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels - und zwar unabhängig davon, wie lange die letzte Auffrischung her ist. Das soll Neugeborene vor einer Erkrankung schützen.

Beschwerden können bis zu zehn Wochen anhalten

Eine Keuchhusten-Erkrankung ähnelt zunächst einer normalen Erkältung, wie das CRM schreibt. Nach ein bis zwei Wochen setzt jedoch krampfartiger Husten ein. Typisch ist ein pfeifendes Geräusch beim Einatmen, auch Atemnot und Erbrechen können auftreten.

Diese zweite Phase kann sich ziehen: In einigen Fällen klingen die Symptome erst nach zehn Wochen wieder ab. Tomas Jelinek vom CRM rät daher: Bei jedem Husten, der länger als 14 Tage andauert, sollte man an Keuchhusten denken.

Übrigens: Wer bereits Keuchhusten hatte, ist nicht für den Rest seines Lebens vor weiteren Infektionen geschützt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts besteht eine Immunität für maximal 10 bis 20 Jahre.

© dpa
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