Vergleichsseiten für Mietwagen lohnen sich

Ob kurzer Städtetrip oder ausgedehnter Urlaub: Wer kein Auto hat oder in die Ferien fliegt, braucht oft einen Mietwagen. Den bucht man am besten einige Zeit vor Abreise. Nur wo? Und worauf muss man achten?
Auf geht's: Gerade Familien freuen sich über mehr Geld in der Urlaubskasse, wenn sie beim Mietwagen sparen konnten. © Christin Klose/dpa-tmn

Eine größere Auswahl und meist bessere Preise als direkt beim Anbieter: Das sind zwei gewichtige Gründe dafür, Vergleichsplattformen für Mietwagen zu nutzen. Dieses Fazit zieht die Stiftung Warentest. Sie hat zehn Mietwagen-Onlineportale unter die Lupe genommen («test»-Ausgabe 1/23).

Ein kurzer Preisabgleich mit der Webseite des Mietwagen-Direktanbieters ist den Angaben zufolge aber trotzdem immer sinnvoll, bevor man endgültig bucht. Denn dort hätten die Preise in Einzelfällen unter denen der Vergleichsplattformen gelegen.

Preisunterschiede von Portal zu Portal

Aber auch zwischen den Vergleichsportalen stellten die Warentesterinnen und Warentester deutliche Preisunterschiede fest. Auch hier sind Quervergleiche also empfehlens- und lohnenswert.

«Check24.de» und «Billiger-Mietwagen.de» hatten im Test durchschnittlich die günstigsten Angebote und belegten mit den Gesamtnoten 1,9 und 2,0 auch die ersten beiden Plätze. Auf den dritten Platz kam «Sunnycars.de» (Gesamtnote 2,4), gefolgt von «Mietwagen-Check.de» (Gesamtnote 2,5).

Möglichen Ärger von Anfang an umschiffen

Auf diese Punkte sollte man den Expertinnen und Experten zufolge grundsätzlich beim Buchen von Mietwagen-Angeboten und bei der Abholung achten:

  • Kasko: Im Mietpreis sollte eine Vollkaskoversicherung mit Diebstahlschutz enthalten sein, am besten ohne Selbstbeteiligung, damit bei Schäden keine Kosten entstehen. Sinnvoll ist es zudem, wenn Schäden an Glas, Reifen, Dach und Unterboden mit versichert sind.
  • Haftpflicht: Auf eine hohe Deckungssumme achten, also etwa 50 oder 100 Millionen Euro.
  • Versteckte Kosten: Bei Angeboten ohne unbegrenzte Kilometer können Zusatzkilometer teuer werden. Kostspielig können zudem Einwegmieten, Kindersitze oder Zusatzfahrer werden.
  • Tanken: Hier sollte man auf die kundenfreundliche Regel «Voll abholen, voll wiederbringen» achten.
  • Unterlagen: Voucher, Führerschein (ggf. internationaler Führerschein) und Kreditkarte (auf den Namen der in der Buchung angegebenen Hauptfahrerin) nicht vergessen. Reicht der Kreditrahmen der Karte für die Kaution?
  • Abholung: Bei Abholstationen an Flughäfen vorab die Flugnummer mitteilen. Grundsätzlich pünktlich am Mietwagenschalter erscheinen. Bei Verspätungen den Vermieter möglichst früh informieren.
  • Vertrag: Wer eine Vollkasko ohne Selbstbeteiligung (oder mit deren Erstattung durch das Buchungsportal bei Schäden) hat, sollte sich bei Abholung keine weiteren Versicherungen aufschwatzen lassen. Gibt es Ärger, bitten Sie das Buchungsportal um Hilfe.
  • Auto: Wagen bei Übernahme und Rückgabe von innen und außen genau prüfen. Mögliche Schäden dokumentieren, auflisten und Vermieter gegenzeichnen lassen. Notfalls Zeugen hinzuziehen.

© dpa
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