Lawinenwarndienst startet tägliche Berichte mit neuen Karten

03.12.2021 Große Teile der Alpen sind bereits mit Schnee bedeckt - damit steigt auch die Lawinengefahr. Bei den Warnungen für die bayerischen Alpen gibt es nun einige Änderungen. Das müssen Sie dazu nun wissen.

Tägliche Berichte vom Lawinenwarndienst und angepasste Corona-Regeln erwarten die Wintersportler und Urlauber. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Pünktlich zum Start der Skisaison im Allgäu startet
der Lawinenwarndienst wieder seine täglichen Berichte zu den Risiken
in den bayerischen Alpen. Dabei gibt es nach Angaben des Bayerischen
Landesamts für Umwelt (LfU) ab diesem Freitag einige Neuerungen:
Unter anderem werden die Gefahrenstufen auf einer interaktiven Karte
genauer angezeigt als zuvor. Zudem erstellt der Warndienst für zehn
statt bisher sechs Regionen Berichte zur Lawinengefahr, um die Lage
besser abzubilden.

Bei der neuen Darstellung habe sich das LfU an den Warnkarten in
Österreich orientiert, sagte ein Sprecher der Behörde. Damit könnten
Bergsportler nun auch grenzübergreifende Touren einfacher planen. Die
Berichte würden zudem schon um 18.00 Uhr für den nächsten Tag
veröffentlicht, um die Vorbereitung für Ausflüge zu erleichtern.

Skifahren mit 2G-plus

Da im vergangenen Winter sämtliche Skigebiete in Bayern coronabedingt
geschlossen waren, hatten sich viele Bergsportler für Skitouren und
Schneeschuhwanderungen abseits der Pisten entschieden. Neun
Lawinenunfälle wurden der Warnzentrale in diesem Zeitraum gemeldet,
allerdings keiner davon tödlich. Der Boom bei Skitouren sei auch
nicht der Grund für die Veränderungen im Lagebericht, sagte ein
LfU-Sprecher. Die Planung dazu habe schon vor der Pandemie begonnen.

Derzeit gilt fürs Skifahren in Bayern die 2G-plus-Regel: Nur Geimpfte
und Genesene mit einem negativen Testergebnis dürfen Gondeln und
Lifte benutzen. Wegen der dramatischen Corona-Lage sei dieses Jahr
aber «erneut mit Schließungen von Bergbahnen und Pisten» zu rechnen,
teilte das LfU mit. In diesem Fall sei ein verantwortliches Verhalten
der Bergsportler «besonders gefordert». Dazu gehörten auch
Grundkenntnisse zu Lawinengefahren.

© dpa-infocom GmbH

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