Blåvand – Natur und Spaß am blauen Meer

03.11.2021 Im westlichsten Eckchen von Dänemark liegt das zauberhafte Blåvand. Endlos weite, weiße Sandstrände, sanfte Dünen, knorrige Wälder, Schwimmen, planschen, Burgen bauen, Drachen steigen lassen, Bernsteinsammeln und Pilze suchen – in Blåvand bietet allein die Natur zahlreiche Möglichkeiten für große und kleine Besucher.

Der Blåvand Fyr Leuchtturm ist ein Wahrzeichen der Gegend und auf jeden Fall einen Besuch wert. © Pixabay.com / Anna_Neumann CC0 Public Domain

Übrigens: Blåvand bedeutet auf Dänisch so viel wie ‚blaues Wasser‘ und wenn man sich die Bilder von Blåvands Stränden betrachtet, weiß man sofort: Der Name ist Programm.

Blåvand Strand – kinderfreundliches Badevergnügen

Blåvand Strand ist ein ausgesprochen kinderfreundlicher Sandstrand. Ob beim Schwimmen im Meer, Burgen bauen oder Muscheln und Steine sammeln – hier kann die ganze Familie eine schöne und entspannte Zeit verbringen. Denn bei Blåvand zeigt sich die Nordsee von ihrer sanften Seite. Es gibt keine starken Strömungen und die Wellen plätschern meist friedlich an die Küste. Blåvand ist für sein ruhiges und seichtes Wasser bekannt, was für die Nordsee eher unüblich ist. Meist zeigt sie sich wild und ungezähmt und an den Stränden der dänischen Nordseeküste ist es häufig ausgesprochen windig. Doch am Strand von Blåvand ist das flache Wasser der perfekte Ort zum Spielen und Planschen für Kinder.

Blåvands Huk

Der westlichste Punkt Dänemarks wird von einem hohen Leuchtturm markiert. Von Blåvand Huk aus reicht ein flaches Sandriff namens Horns Riff etwa 40 Kilometer in die Nordsee hinein. Hier bildet sich eine Art Lagune und das Riff ist auch der Grund dafür, dass das Wasser vor Blåvand so ruhig ist.

Tipp: Blåvands Huk und Horns Riff gehören zu den besten Orten zum Bernsteinsammeln.

Der Leuchtturm

Der Leuchtturm Blåvandshuk Fyr ist ein Muss für alle, die in der Gegend zu Besuch sind. Der Turm ist beeindruckende 39 Meter hoch und warnt die Schiffe vor dem gut versteckten Horns Riff. Seefahrer fürchteten früher dieses Gewässer und vor dem Bau des Leuchtturms im Jahr 1900 gab es zahlreiche Schiffbrüche vor Blåvands Küste.

Auf den Turm führen 170 Stufen hinauf. Und jede einzelne Stufe ist den Ausblick wert, mit dem man von der Spitze aus belohnt wird. Wer sich bis ganz nach oben wagt, blickt über Dünen, kleine Holzhäuschen und weit hinaus auf die Nordsee.

Sanfte Dünen, seichtes Wasser – die familienfreundlichen weiten Sandstrände sind typisch für Blåvand.
 © Pixabay.com / kordi_vahle CC0 Public DomainSanfte Dünen, seichtes Wasser – die familienfreundlichen weiten Sandstrände sind typisch für Blåvand. © Pixabay.com / kordi_vahle CC0 Public Domain

Der Tirpitz-Bunker

Über 200 Betonbunker wurden während des Zweiten Weltkriegs an der dänischen Küste gebaut. Einer der größten Bunker der Welt mit 7.500 Quadratmetern ist der Tirpitz-Bunker in Blåvand. Viele Jahre lang stand er leer, doch mittlerweile wird er als Museum genutzt und kann besichtigt werden. Der Bunker wird durch einen unterirdischen Tunnel betreten. Im Tunnel befindet sich eine Ausstellung über den Atlantikwall – ein von den Nazis errichtetes Küstenverteidigungssystem. Darüber hinaus ist hier die größte Bernsteinsammlung Dänemarks zu bewundern.

Blåvand war eines der am stärksten verteidigten Gebiete der dänischen Westküste im Zweiten Weltkrieg. Wer hier am Strand spazieren geht, darf sich demnach nicht wundern, wenn er auf weitere Bunker stößt.

Spazieren im Wald und auf der Heide

Neben den traumhaften Stränden hat Blåvand noch mehr wundervolle Natur zu bieten. Waldgebiete und Heideflächen laden zu Wanderungen und Spaziergängen ein. Vor allem das Naturschutzgebiet Kallesmaerk Hede ist einen Ausflug wert. Es liegt zwischen dem Ort Blåvand und Vejers Strand und erstreckt sich über etwa 11.000 Hektar. Die Heidelandschaft beherbergt eine der größten Rotwildpopulationen in Dänemark. Darüber hinaus halten sich hier je nach Jahreszeit bis zu 20.000 Graugänse und 10.000 Kurzschnabelgänse auf. Und auch Schwäne können hier in großer Zahl bewundert werden. Wald und Heide des Naturschutzgebiets lassen sich sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad sehr gut erkunden.

Am besten Barfuß – Wattwanderungen auf Langli

In den Sommermonaten werden bei der unbewohnten kleinen Insel Langli vor Blåvand geführte Wattwanderungen angeboten. Von Ho aus geht es nach Flutende los – am besten Barfuß mit kurzen Hosen. Wer Glück hat, entdeckt auf der Wanderung sogar Seehunde, die in den Gezeitenströmen baden. Wer Vögel beobachten möchte, nimmt sich am besten ein Fernglas mit. Auf der Insel selbst können etwa ein bis zwei Stunden verbracht werden, bevor wieder zurückmarschiert wird. Wer nicht wandern möchte, kann sich auch mit dem Traktor übers Watt nach Langli bringen lassen.

Das Wattenmeer ist in Dänemark ein Nationalpark. Kein Wunder, bewirken die Gezeiten doch ein großes Vorkommen besonderer Tierarten. Und jährlich werden Millionen Zugvögel angelockt, die in den Würmern, Schnecken, Muscheln und Krebstieren des Watts ein reichliches Nahrungsangebot finden. Vom Norden Blåvand bis zur deutschen Grenze erstreckt sich das Naturschutzgebiet Vadehavet und umfasst die drei westlichen dänischen Inseln Fanø, Mandø und Rømø. Im Nationalpark Vadehavet gibt es viel zu erkunden: Zahlreiche Wanderwege, Radwege und Segelrouten führen über und am Wattenmeer entlang.

Unterkünfte in Blåvand

In Blåvand gibt es Unterkünfte für jeden Geschmack. Besonders beliebt sind bei Besuchern allerdings die hübschen Ferienhäuser in Strandnähe. Diese gibt es in unterschiedlichen Größen für den Urlaub mit Familie und Freunden oder auch für gemütliche Stunden allein oder zu zweit. Wer ein Ferienhäuschen in Blåvand bezieht, weiß fortan, was ‚hygge‘ bedeutet. Denn Gemütlichkeit trifft hier auf modernen Komfort. Und die großzügigen Grundstücke um viele der Häuser bieten ausreichend Platz zum Spielen, Toben und Grillen.

Blåvand hat nur etwa 200 Einwohner, aber rund 2.000 Ferienhäuser.

Wer mit dem Wohnwagen oder Zelt unterwegs ist, findet auf dem Campingplatz Blåvand eine hervorragende Unterkunft.

Blåvand an Regentagen

Besonders viel lässt sich in Blåvand an trockenen Tagen zu jeder Jahreszeit erleben. Doch auch, wenn einmal der Regen aufs Ferienhausdach prasselt, kann man schöne Dinge unternehmen. Im Erlebnisbad Blåvand können Regentage mit viel Spaß verbracht werden. Eine rasante Wasserrutsche, Whirlpool und Badeland-Disco sorgen für Spaß für alle Altersgruppen. Oder der graue Tag wird genutzt, um durch Blåvands hübsche, kleine Läden zu bummeln oder die Bernsteinschleiferei, die Töpferei, Kerzenfabrik oder Glasbläserei in der Nähe zu besuchen.

© hb

Weitere News

Top News

People news

New York: Aus Hell's Kitchen zum Weltstar: Alicia Keys wird 41

Fußball news

Afrika-Cup: Tote durch Massenpanik bei Spiel Kamerun gegen Komoren

Musik news

Musik: Bob Dylan verkauft auch Musik-Katalog

Job & geld

Unter 33.000 US-Dollar: Bitcoin setzt Sinkflug fort

People news

Spanisches Königshaus: Infantin Cristina trennt sich von Ehemann

Auto news

Jeep Renegade/Compass Upland: Neue Ausstattung als Sondermodell

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Verzicht auf Mobilfunk-Auktion? Behörde deutet Änderung an

Das beste netz deutschlands

Open Food Facts: App-Tipp: Barcodescanner für Lebensmittel

Empfehlungen der Redaktion

Familie

Reise: Die schönsten Orte in Skandinavien für den Familienurlaub

Kolumne

Nele Nielsen: Flauschiges

Wetter

DWD: Heftiges Regenwetter: Wetter beruhigt sich zum Wochenstart

Regional hamburg & schleswig holstein

Landesregierung gegen Arbeitspflicht für Langzeitarbeitslose

Kolumne

Kolumne: Luca-App: Zurück ins normale Leben trotz Corona?

Wohnen

Fensterfolien - nicht nur Sichtschutz, sondern auch Sicherheit

Mode & beauty

Wieviel ist Schmuck wirklich wert?

Em analyse

Analyse: Fußball-EM: Alle spielen für Christian