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Pisten-Prozente: Auch bei Skipässen gibt's Frühbucherrabatte

Skiurlaub ist kein günstiges Vergnügen. Einer der größten Posten: der Skipass, der für eine Woche gern mal 300 Euro und mehr kostet. Gut, wenn man hier sparen kann. Doch da gibt es auch Fallstricke.
Ein Sessellift in den Bergen
Mehr Geld für den Lift: Die Skipasspreise ziehen auch in diesem Winter vielerorts an. © Angelika Warmuth/dpa/dpa-tmn

Fixe Preislisten für die Skipässe gibt es längst nicht mehr in jeder Wintersportregion. Immer mehr locken mit Rabatten für Frühbucher. Doch auch auf anderen Wegen lässt sich sparen. Was man dazu für diese Skisaison wissen muss:

Wie entwickeln sich die Preise?

Wenig überraschend: nach oben. In bayerischen Skigebieten sind es zur neuen Saison zwischen vier bis zehn Prozent mehr, ergab eine Umfrage des Bayerischen Rundfunks.

An der Zugspitze zum Beispiel kostet die Tageskarte im Winter 2023/24 62 Euro, das sind fünf Euro mehr als in der Saison zuvor - ein Plus von knapp unter neun Prozent.

In Österreich liegen die Preissteigerungen laut Nachrichtenagentur APA zwischen sieben und zehn Prozent im Schnitt. So kostet etwa eine Tageskarte am Arlberg zwölf Prozent mehr als im Jahr zuvor und schlägt nun mit 75 Euro zu Buche.

Die Seilbahnbranche nennt neben der Inflation gestiegene Energiepreise, Zinsen und höhere Lohnkosten als Gründe.

Im Vergleich eher gering fallen die Preissteigerungen in Schweizer Skigebieten aus, wo das Preisniveau gerade in den großen Resorts aber ohnehin schon hoch ist. Das Portal «schneehoehen.de» berichtet auch von Preissteigerungen in Italien und Frankreich.

Gibt es Möglichkeiten zum Sparen?

Ja. Viele Skigebiete unterschieden zwischen Haupt- und Nebensaisonpreisen. Nur beispielhaft ein Blick aufs Tiroler Gebiet Serfaus-Fiss-Ladis: Hier kostet das 6-Tages-Ticket in der Hauptsaison (23.12. - 12.01. und 27.01. - 05.04.) für Erwachsene 360,50 Euro, in der Nebensaison sind es 326,50 Euro. Generell sind Mehrtagespässe in aller Regel in Summe wesentlich günstiger als Tageskarten. Und Rabatte gibt es oft auch, wenn man Tickets online kauft.

Vor allem in der Schweiz, jedoch auch zunehmend in anderen Alpenländern, arbeiten Skigebiete mit sogenannten dynamischen Preisen. Was dahintersteckt: Abhängig von verschiedenen Faktoren - allen voran der Nachfrage, aber etwa auch dem Wochentag und teils dem Wetter - werden die Preise immer wieder neu berechnet.

Wo das Sparpotenzial liegt? Die Gebiete werben vor allem damit: Je früher man bucht, desto besser ist der Preis. Außerdem: Außerhalb von Ferienzeiten und generell eher wochentags als am Wochenende, wo viele Tagesausflügler kommen, sind die Tickets oft günstiger zu haben.

Was ist das Problem mit dynamischen Preisen?

Verbraucherschützer kritisieren, dass die Preisgestaltung oft intransparent ist. Zwar nennen die Skigebiete in der Regel die bestimmenden Faktoren. Wie genau diese den Preis beeinflussen, etwa in Prozentangaben, wird meist aber nicht angegeben.

Ähnliches Beispiel: Der Verbund Ski amadé in Salzburg und der Steiermark lockt mit einem Online-Frühbucherpreis ab 315 Euro für das 6-Tages-Ticket für Erwachsene, das sonst regulär 370,50 Euro kostet.

Der Haken: Der Zeitpunkt, ab wann die Frühbucher-Ticket-Kontingente aufgebraucht sind, variiert - etwa in Abhängigkeit von der Nachfrage. Wie viel früher man buchen muss, um einen günstigeren Preis zu erhalten, dazu könne keine Angabe gemacht werden, heißt es auf der Website.

Dennoch geben selbst Verbraucherschützer den Rat: Wer in ein Skigebiet fährt, das dynamische Preise oder andere flexible Modelle verwendet, dem sei zu empfehlen, möglichst frühzeitig zu buchen. Das schreibt die Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz, die die «für Kunden undurchsichtige Preisfestsetzung» kritisch sieht.

Auf den Ticket-Buchungsportalen der Skigebiete lassen sich die aktuellen Preise sehen. Im Schweizer Skigebiet Adelboden-Lenk kostete das Tagesticket - bei einer Abfrage Mitte November - zum Beispiel am 26. Januar, einem Freitag, 59 Franken. Am Tag darauf, einem Samstag, lag es bei 66 Franken.

Branchenangaben zufolge haben ungefähr die Hälfte der großen Schweizer Skigebiete ein dynamisches Preismodell. In Adelboden-Lenk wurde es zu dieser Saison neu eingeführt.

Auch hier wird fürs frühe Buchen getrommelt. Mit dem Versprechen: Sinken wird der jeweils angezeigte Preis nicht mehr. Hinzufügen muss man: steigen kann er allerdings sehr wohl.

Der öffentlich-rechtliche Schweizer Sender SRF hat die Krux mit dynamischen Preisen einmal so zusammengefasst: «Wer früh bucht und Wetterglück hat, kann von dynamischen Preisen profitieren. Spontane Schönwetterfahrerinnen und -fahrer sicher nicht.»

Wie ist es mit der Rückgabe bei früh gebuchten Pässen?

Krankheit, Wetterpech: Wer Wochen oder Monate vorher den Skipass kauft, bindet sich für den günstigeren Preis und büßt Flexibilität ein. Wenn etwas dazwischenkommt und man das Ticket nicht nutzen kann oder will, bleibt man womöglich auf den Kosten sitzen.

Grundsätzlich können Skitickets nicht zurückgegeben werden, heißt es von der Stiftung für Konsumentenschutz. Es kann aber Voraussetzungen geben, unter denen das doch möglich ist - die finden sich in den Geschäftsbedingungen (AGB) des jeweiligen Skigebiets.

So ist gegebenenfalls bei Unfällen oder Krankheiten die Rückgabe möglich. Schlechtwetter oder die teilweise Schließung des Gebiets sind in der Regel indes kein triftiger Grund - anders kann der Fall wiederum liegen, wenn fast keine Lifte und Bahnen mehr fahren oder gar alles stillsteht. Ein Blick in die AGB ist also ratsam.

Eine andere Variante sind Zusatzversicherungen, falls diese angeboten werden. Ski amadé bietet zum Beispiel eine Stornogarantie an, die die Stornierung etwa von Mehrtageskarten ermöglicht. Kosten: 2,50 Euro pro Tag und Skipass. So schmilzt die mögliche Ersparnis durch den Frühbucherrabatt allerdings wieder etwas zusammen.

Was ist mit Pauschalpaketen?

Über Reiseveranstalter lassen sich Pauschalskireisen buchen, zum Beispiel die Kombination aus Unterkunft und Skipass. Lässt sich damit sparen? Das muss man selbst nachrechnen. Von dynamischen Preisen wird man hier aber nicht tangiert. Wer nicht einzeln buchen will, für den kann das eine bequeme Variante sein - insbesondere, wenn An- und Abreise mit drin ist.

Es kann sich außerdem lohnen, nach Rabatt-Angeboten in den Wintersportorten Ausschau zu halten. So locken Skigebiete teilweise mit stark vergünstigten oder kostenlosen Mehrtagespässen für Kinder in bestimmten Zeiträumen, wenn die Eltern einen Skipass kaufen.

Manche Regionen haben in ausgewählten Wochen Angebote, in denen es bei einer bestimmten Anzahl Übernachtungen vor Ort den Skipass gratis oder andere Vergünstigungen gibt. Drei Beispiele: Livigno («Skipass free»), Kühtai («Ski-Free») und St. Johann in Tirol («Skisparwochen»).

Haken: Die Angebote gelten in der Regel nur in Nebensaisonzeiten.

© dpa
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