Wasserwacht eröffnet Rettungstürme in Warnemünde

13.05.2022 Rettungsbretter und Erste-Hilfe-Koffer sind bereit, die Dienstpläne stehen. Die DRK-Wasserwacht startet am Strand von Warnemünde in die Badesaison. 190 Helfer wachen auf den Rettungstürmen - bis September.

Das Logo der Wasserwacht des DRK an einem Rettungsturm im Ostseebad Warnemünde. Bis September halten die Rettungsschwimmer an bis zu zwölf Türmen Wache. © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Die Badesaison an der Ostseeküste ist eröffnet: Die DRK-Wasserwacht hat Rettungstürme am Strand von Warnemünde besetzt. Bis Mitte September sollen rund 190 ehrenamtliche Rettungsschwimmer an bis zu zwölf Türmen aktiv sein, jeweils von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr, wie die Wasserwacht am Freitag mitteilte. Helfer aus ganz Deutschland seien im Einsatz.

Im Herbst und Winter haben sich die Rettungsschwimmer mit Trainings in der Schwimmhalle fitgehalten, wie eine Sprecherin berichtete. Auf dem Lehrplan stand dabei auch die Auffrischung der Reanimations- und Rettungstechniken.

Auch technisch wurde demnach aufgerüstet

In Warnemünde kommt nach Worten der Sprecherin in diesem Sommer ein zusätzliches Quad zum Einsatz, um schneller zu Einsätzen am Strand zu gelangen. Daneben stünden Rettungsboote, Wassermotorräder und Rettungsscooter bereit. Damit sei die DRK Wasserwacht Rostock bestens für den Stranddienst gerüstet.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die in Mecklenburg-Vorpommern 27 Strände betreut, startet an diesem Wochenende an den meisten Stationen in die Saison, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Einige beginnen den Angaben zufolge im Laufe des Frühsommers. Spätestens Ende Juni seien alle Stationen besetzt.

Mangel an Rettungsschwimmern

Rund 1500 Rettungsschwimmer seien für die DLRG im Nordosten im Einsatz. Pro Saison leisteten sie rund 163 000 ehrenamtliche Wachstunden. Freie Plätze für Helfer gebe es noch in der Nebensaison - insbesondere von Mitte Juni bis Mitte Juli. «Leider fehlt es uns in dieser Zeit an Rettungsschwimmern», sagte der Sprecher. Dennoch sei das Baden an allen Stränden abgesichert. Im Einzelfall werde der jeweils bewachte Strandabschnitt etwas verkürzt. «Jeder Badegast kann dann in diesem Bereich unter Aufsicht seinem Badevergnügen nachgehen.»

Eine Ursache für den Mangel an Rettungsschwimmern sei, dass die DLRG viele Schüler und Studenten einsetze, die im Frühsommer noch keine Ferien haben. Erschwerend komme hinzu, dass durch fehlende Ausbildungsmöglichkeiten in den letzten Jahren aufgrund von Bäderschließungen und vor allem durch die Corona-Pandemie die Zahl der Rettungsschwimmer-Ausbildungen zurückgegangen sei.

Die Wasserwacht-Helfer appellierten an die Badegäste, sich mit den Baderegeln und Flaggensignalen vertraut zu machen, die etwa vor Sturm und gefährlichen Strömungen warnen. «Nach wie vor kennen viele Badegäste die Baderegeln und Flaggensignale nicht - gerade bei gefährlichen Wetterlagen sollten diese unbedingt beachtet werden», sagte Wachleiter Lukas Knaup.

© dpa

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