Regenkleidung oft schädlich für Gesundheit und Umwelt

29.09.2021 Wetterfeste und atmungsaktive Kleidung ist praktisch, enthält aber oft viele Chemikalien. Diese können belastend für die Umwelt und die Gesundheit sein, warnen Experten.

Bei schlechtem Wetter sind Regenjacke und Gummistiefel die Kleidungsstücke der Wahl. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Regen, Matsch und Wind: Im Herbst und Winter ist wetterfeste Kleidung angesagt. Denn wer der Witterung trotzen kann, der schützt sich auch automatisch besser gegen Erkältungskrankheiten.

Bevor aber Regenjacke, Gummistiefel und wasserabweisende Hose angezogen werden, sollte man wissen, das wetterfeste Kleidung oft nicht nur der Umwelt, sondern auch der eigenen Gesundheit schaden kann, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Denn die Kleidungsstücke enthalten zum Teil giftige Chemikalien und müssten nach Gebrauch als Sondermüll entsorgt werden. Zinnorganische Verbindungen etwa sollen vor Schimmel schützen, wirken sich aber auf den Hormonhaushalt des Menschen aus. Dies gilt auch für Weichmacher wie PVC, welche aus der Kleidung ausdünsten und in den Körper aufgenommen werden können. In Kleidung enthaltene polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) können durch Schweiß und Reibung freigesetzt werden und sich im Körper anreichen.

Alternativen aus Baumwolle und Naturkautschuk

Eine Alternative sind Kleidungsstücke aus gewachster Baumwolle, so die Experten des BUND. Und falls doch aus Kunststoff, dann seien Polyethylen oder Polyester die unschädlicheren Alternativen. Gummistiefel aus Naturkautschuk haben am Anfang zwar einen starken Eigengeruch, sind aber besser für die Gesundheit und die Umwelt.

Vor dem Kauf kann man sich also die Frage stellen: Welche Art von Regenkleidung brauche ich wirklich, und reicht eine ökologische und weniger gesundheitsbelastende Alternative für meine Zwecke nicht aus? Und wer vor dem Kauf im Geschäft sicher gehen will, der kann mit Hilfe verschiedenen Apps eventuell enthaltene Schadstoffe nachprüfen, wie etwa mit der ToxFox-App des BUND für Android oder iOs.

© dpa-infocom GmbH

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