Firmenwagen im Homeoffice: So sparen Sie Steuern

06.10.2021 Wer seinen Dienstwagen für den Weg zum Arbeitsplatz nutzt, muss den Vorteil daraus versteuern. Bleibt das Auto häufiger stehen, weil man zu Hause arbeitet, kann sich eine andere Bewertungsmethode lohnen.

Wer den Dienstwagen im Homeoffice seltener nutzt, kann über eine andere Bewertungsmethode nachdenken. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Arbeitnehmer, die ihren Dienstwagen für den Arbeitsweg nutzen dürfen, müssen den geldwerten Vorteil versteuern. Wird kein Fahrtenbuch geführt, berechnet der Arbeitgeber dafür in der Regel 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs pro Entfernungskilometer im Monat.

Dabei werden pauschal 15 Tage pro Monat berücksichtigt - unabhängig davon, an wie vielen Tagen der Arbeitsweg tatsächlich zurückgelegt wird. «Wird das Auto aber an weniger als 15 Tagen für den Arbeitsweg genutzt, kann sich der Ansatz der tatsächlichen Fahrten lohnen», erklärt Julia Jirmann vom Bund der Steuerzahler.

Dabei werden für die tatsächlich zurückgelegten Kilometer 0,002 Prozent des PKW-Bruttolistenpreises je Fahrt berechnet. Arbeitnehmer müssen die Tage aufzeichnen.

Korrektur über Steuererklärung

Stellen Arbeitnehmer am Jahresende fest, dass sie den Dienstwagen für Arbeitswege an weniger als 180 Tagen (12 Monate mal 15 Tage) genutzt haben, können sie dies über die Einkommensteuererklärung korrigieren. Der Nachteil: Zu viel gezahlte Sozialversicherungsbeiträge, die auf den erhöhten geldwerten Vorteil entfallen, werden nicht erstattet.

Anderes gilt, wenn der günstigere Ansatz des Firmenwagens gleich bei der Lohnabrechnung vom Arbeitgeber vorgenommen wird. Hier müssen Arbeitnehmer gut dokumentieren, wann der Dienstwagen stehen geblieben ist und dies dem Arbeitgeber mitteilen.

Wechsel ist rückwirkend möglich

«Ein Wechsel der Bewertungsmethode des Firmenwagens bei der Lohnabrechnung des Arbeitgebers ist nun auch rückwirkend möglich», sagt Julia Jirmann mit Verweis auf eine Mitteilung der Finanzverwaltung Schleswig-Holstein.

Voraussetzung bleibt aber, dass die Bewertung für das gesamte Jahr einheitlich nach einer Methode vorgenommen wird und die Aufzeichnungen vorliegen. Bisher sollte die Bewertungsmethode zu Beginn des Kalenderjahres festgelegt werden. Arbeitnehmer und Arbeitgeber können nun auch später prüfen, welche Methode günstiger ist.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Auto news

Minimale Mobilität: Fahrzeuge für den Moped-Führerschein

Sport news

NBA: Mavericks mit viertem Sieg in Serie: Doncic mit 41 Punkten

People news

Moderator: Silbereisen muss Kritik von seiner Familie einstecken

People news

Pop-Sängerin: Britney Spears und ihr Vater streiten vor Gericht weiter

Games news

Spiel der Woche: «Lego Star Wars: Castaways»: Die Macht der Klötzchen

Das beste netz deutschlands

Eine Frage des Geschmacks: Koch-Apps machen das Leben leichter

Reise

Stauprognose: Am Wochenende in der Regel freie Fahrt auf der Autobahn

Internet news & surftipps

Pandemie: Omikron-Welle stellt Corona-Warn-App auf den Prüfstand

Empfehlungen der Redaktion

Job & geld

Steuer-Tipp: Fahrtenbuch: Finanzamt muss kleine Ungenauigkeiten hinnehmen

Job & geld

Plug-in und Co.: E-Dienstwagen: Neue Anforderungen für Steuer-Begünstigung

Job & geld

Finanzgerichts-Entscheidung: Garagenkosten für Firmenauto: Das ist steuerlich zu beachten

Job & geld

Gehaltsumwandlung: So kann das ÖPNV-Jahresticket die Steuerlast senken

Job & geld

Austrittsklausel: Abfindungen: Ermäßigter Steuersatz auch für Eigenkündigung

Job & geld

Mach es richtig: Hausverkauf: Keine Steuer auf das Arbeitszimmer

Job & geld

Absagen zählen nicht mit: Firmenfeier-Kosten steuerlich aufteilen

Job & geld

Auf zwei Rädern: Dienstrad: Wie muss der geldwerte Vorteil versteuert werden?