Sparkassenverband tritt bei Bitcoin-Handel auf die Bremse

27.06.2022 Kryptowährungen liegen im Trend. Doch die aktuelle Talfahrt des Bitcoin zeigt, wie riskant der Handel mit Blockchain-Werten sein kann. Der Sparkassenverband rät davon ab, Kunden solche Anlageformen aktiv anzubieten.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) empfiehlt den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe, den Handel mit Kryptowährungen nicht anzubieten. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) tritt beim Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether auf die Bremse. Es sei «Aufgabe von Sparkassen, Kundinnen und Kunden vor unkalkulierbaren Risiken zu schützen», teilte eine Verbandssprecherin auf Nachfrage anlässlich einer Sitzung des DSGV-Gesamtvorstandes mit.

«Deswegen empfehlen die Gremien den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe, den Handel mit Kryptowährungen nicht anzubieten.» Ganz verschließen will sich die öffentlich-rechtliche Gruppe aktuellen Trends und neuen Technologien aber nicht. Daher beschlossen die Gremien der Gruppe zugleich die Einführung einer digitalen Geldbörse, einer sogenannten Wallet, zum Halten, Kaufen und Verkaufen von digitalisierten Vermögenswerten, sogenannten tokenisierten Assets. Unter Tokenisierung versteht man die digitale Abbildung von finanziellen Werten wie Aktien oder realen Werten wie Immobilien auf einer Blockchain.

Bitcoin und Co. werden durch Rechenprozesse erzeugt, die mit der Zeit immer komplizierter werden, so dass die Menge an Cyber-Einheiten knapp gehalten wird. Anleger bleiben anonym. Es gibt keine Scheine oder Münzen, sondern nur verschlüsselte Datenblöcke: Bits und Bytes auf Computern. Die Kurse schwanken stark. Notenbanker halten solche Krypto-Token nicht für eine richtige Währung und warnen vor Risiken infolge von Spekulationsblasen. Aus ihrer Sicht fehlt die Kontrolle durch eine Zentralbank oder einen Staat.

Mitte Dezember war bekannt geworden, dass in der Sparkassen-Finanzgruppe über den Einstieg in den Kryptohandel nachgedacht wird. Ein Team beim IT-Dienstleister S-Payment feilte in einem Pilotprojekt an einem Konzept für ein Angebot an Kunden. Angedacht war demnach, Sparkassen-Kunden zu ermöglichen, Kryptowährungen direkt über ihr Girokonto zu kaufen.

Letztlich entscheidet jede der 363 Sparkassen (Stand 1. Juni 2022) eigenständig, ob sie den Handel mit Bitcoin und Co. anbietet oder nicht.

© dpa

Weitere News

Top News

Sport news

European Championships: Starke Nerven nach schwachem Start: Zeidler auf Kurs

People news

Prozesse: Boris Becker gegen Oliver Pocher am 15. November vor Gericht

Tv & kino

Featured: Locke & Key Staffel 4: So könnte es mit dem Schlüsseluniversum weitergehen

Familie

Kindeswohlgefährdung: Misshandlung in der Familie: Zahl der Fälle bleibt hoch

People news

Theater: Katharina Thalbach: Männerrollen zu spielen völlig normal

Handy ratgeber & tests

Featured: Galaxy Watch5 und Watch5 Pro: Das steckt in Samsungs neuen Wearables

Das beste netz deutschlands

Featured: Schutz vor Blitzschäden: So kannst Du Deine Technik bei Gewitter schützen

Internet news & surftipps

Mobilität: Google: spritsparende Routen auch in deutscher Karten-App

Empfehlungen der Redaktion

Job & geld

Kryptowährungen aus kriminellen Geschäften sichergestellt

Internet news & surftipps

Banken: Europaweitem Bezahlsystem EPI droht das Aus

Job & geld

Kryptos für Normalos: Wie sicher sind Bitcoin und Co.?