Frage nach mehr Gehalt lohnt meistens

03.03.2022 Das Thema Gehalt ist für viele ein heißes Eisen, das sie nicht gerne anfassen. Das gilt für Frauen offenbar noch mal mehr. Dabei zahlt sich die Frage nach einer Gehaltserhöhung in der Regel aus.

Laut einer Umfrage zeigt die Praxis: Es lohnt sich meist, das Gehalt anzusprechen. In 83 Prozent der Fälle wurde laut der Umfrage dem Wunsch nach mehr Geld entsprochen. © Christin Klose/dpa-tmn

Wer selbstsicher in Verhandlungsgespräche um Gehalt, Boni oder Teuerungszulagen geht, ist klar im Vorteil. Während allerdings rund zwei von drei Männern (66 Prozent) diese Selbstsicherheit an den Tag legen, ist es bei den Frauen noch nicht einmal jede Zweite (47 Prozent). Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts OnePoll im Auftrag des Job- und Bewertungsportals Glassdoor.

Die Frage, ob sie Angst hätten, mit dem Chef oder der Chefin über Gehalt sowie Zusatzleistungen zu sprechen, beantworteten ebenfalls mehr Frauen (40 Prozent) als Männer (30 Prozent) mit Ja.

Transparenz ist gut fürs Geschäft

Dabei sind fast drei von vier Frauen (73 Prozent) der Ansicht, dass sie eigentlich eine Gehaltserhöhung verdient hätten. Die Umfrage zeigt außerdem: Unternehmen tun gut daran, wenn sie ihren Beschäftigten helfen, Gespräche über das Gehalt zu führen.

Denn etwa zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) glauben, dass eine Gehaltstransparenz für zufriedene Mitarbeiter sorgt. Offenbar liegt dahingehend aber noch einiges im Argen: Nur jeder zweite Beschäftigte findet, dass der eigene Arbeitgeber die Gehaltsstruktur transparent darstellt.

Gehaltswünsche zahlen sich aus

Die Praxis zeigt: Es lohnt sich meist, das Gehalt anzusprechen. In 83 Prozent der Fälle wurde laut der Umfrage dem Wunsch nach mehr Geld entsprochen.

Auch hier sind allerdings die Männer erfolgreicher: Fast jeder zweite der Männer (48 Prozent) bekam genau das, was er gefordert hatte. Die Frauen liegen mit 42 Prozent etwas darunter. Doch selbst eine geringere Gehaltserhöhung können Beschäftigte als Erfolg verbuchen.

Equal Pay Day zeigt Lohngefälle

Zum diesjährigen Equal Pay Day (7. März) wird deutlich, dass Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen noch Luft nach oben sehen. Nur 46 Prozent der Frauen und 52 Prozent der Männer glauben, dass ihr Unternehmen genug unternimmt, um ein geschlechtsspezifisches Lohngefälle zu beseitigen.

Der internationale Aktionstag markiert jeweils den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen im Vergleich zu Männern durchschnittlich unentgeltlich im jeweiligen Jahr die gleiche Arbeit geleistet haben.

© dpa

Weitere News

Top News

People news

Hochzeit auf Sylt: Christin Lindner und Franca Lehfeldt haben geheiratet

Sport news

Radsport: Das bringt der Tag bei der Tour de France

Tv & kino

Hollywood: Starbesetzter Trailer für «Amsterdam»-Thriller im Netz

Das beste netz deutschlands

Vorsicht vor Betrug: Knappes Gas: Jetzt boomen die Brennholz-Fakeshops

Reise

Neues entdecken: Reise: Berg-U-Bahn mit Solarkraft, Datenschutzgarten und Co.

Auto news

Konzeptauto VW Phaeton D2: Irgendwie schade

Tv & kino

Featured: Yellowstone mit Kevin Costner: Alle Infos zum Start von Staffel 4 in Deutschland

Internet news & surftipps

Telekommunikation: Samsung profitiert von starker Chip-Nachfrage

Empfehlungen der Redaktion

Job & geld

Arbeitsmarkt: Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern kleiner

Job & geld

Arbeitsmarkt: Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in der Region bleibt

Job & geld

Equal Pay Day: Einkommenslücke: Baden-Württembergerinnen hinken hinterher

Job & geld

Gender Pay Gap: Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen unverändert

Job & geld

Arbeitsmarkt: Verdienstlücke zwischen Männern und Frauen im Land geringer

Wirtschaft

Arbeit: Lohnlücke zwischen Frauen und Männern unverändert

Job & geld

Gesellschaft: Weiter deutliche Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern

Panorama

Umfrage: Thema «Frauen "oben ohne" im Schwimmbad» polarisiert