Arbeiter in der EU sollen besser vor Asbest geschützt werden

Jährlich sterben Tausende Menschen in der EU, weil sie am Arbeitsplatz mit Asbest in Berührung kommen. Daher wollen die EU-Staaten nun die Grenzwerte für den zulässigen Kontakt mit dem Schadstoff senken.
Besonders Beschäftigte auf dem Bau sind gefährdet, mit Asbest in Berührung zu kommen. Die EU-Staaten wollen den Grenzwert nun auf ein Zehntel des bisherigen Werts senken. © Patrick Pleul/dpa

Arbeiter in der EU sollen künftig besser vor Asbest geschützt werden. Darauf haben sich die EU-Staaten nun in Brüssel geeinigt, wie die tschechische Ratspräsidentschaft mitteilte.

Konkret soll eine EU-Richtlinie angepasst und der Grenzwert für den zulässigen Kontakt mit Asbest am Arbeitsplatz auf ein Zehntel des bisherigen Werts gesenkt werden. Damit folgen die Ministerinnen und Minister einem Vorschlag, den die EU-Kommission im September vorgestellt hatte.

Allein 2019 sind Kommissionsangaben zufolge rund 70.000 Menschen in der EU wegen Asbestkontakt am Arbeitsplatz gestorben. Das Vorhaben muss noch final von Europaparlament und EU-Staaten verhandelt werden, bevor die Regeln in Kraft treten können.

In Deutschland wurden die Herstellung und die Verwendung von Asbest bereits 1993 verboten. Viele langlebige Asbestprodukte wie Bodenbeläge oder Dachplatten sind nach Angaben des Umweltbundesamtes aber noch immer in Häusern zu finden. Auch Fliesenkleber, Spachtelmassen und Putz können demnach Asbest enthalten.

© dpa
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