Die besten Überlebenstipps für’s Home Office

06.04.2020 Die prominenteste Arbeiterin im Home Office ist derzeit sicher Kanzlerin Angela Merkel. Alleine ist sie damit nicht: Nach Zahlen des Digitalverbandes Bitcoin arbeiten derzeit 15 Millionen Menschen von zuhause – zwischen Babygeschrei, den Papieren, die man schon vor sechs Monaten ordentlich weggeräumt haben wollte, Netflix und dienstlichen Mails.

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Da stellt sich die Frage: Wie überlebt man das? Hier kommen hilfreiche Tipps:

1. Unverzichtbar für das Home Office ist das Internet – aber wenn es nicht funktioniert? Vor allem abseits der Städte ist eine Internetverbindung nicht immer vorhanden. Und wenn, dann reicht sie für datenstarke Arbeiten wie Videoschnitt oftmals nicht aus. Deshalb: offline arbeiten. Oft gibt es für Cloud-Programme wie beispielsweise dem Videoschnittprogramm Adobe Premiere Pro (nur in der Cloud) abgespeckte Kauflösungen für den heimischen PC. In diesem Falle wäre das Adobe Premiere Elements. Datenversand? Solange es noch geht per Post – ausreichend USB-Sticks kaufen.

2. Die lieben Kleinen – wohin mit dem Nachwuchs? Auf jeden Fall nicht zu Oma und Opa. Kinder erkranken seltener an Corona als Erwachsene, aber sie können Viren übertragen. Senioren sind in Deutschland die Risikogruppe Nr. 1. Also: fällt aus. Wenn eine Schichtlösung zwischen Vater und Mutter möglich ist, wäre das ideal. Dann aber den Kollegen mitteilen, wann Sie tatsächlich mit einer Antwort auf Mails, mit der Fertigstellung von Projekten oder einer Telefonkonferenz rechnen können. Wenn der Nachwuchs in die Schule geht, bekommt er seinen Lernstoff online zugeteilt oder muss ganz klassisch den Inhalt von Büchern lernen, die mit nach Hause genommen wurden. Ganz wichtig: Lassen Sie sich nicht gehen. Halten Sie Strukturen ein, sonst landen alle irgendwann ab 10h vorm Fernseher – und Ihr Lebenslauf beim Arbeitsamt.

3. Wo ist Platz zum Arbeiten? Da, wo die Gefahr der Störung am geringsten ist. Sollten Sie kein separates Arbeitszimmer oder wenigstens eine Arbeitsecke haben, muss etwas umfunktioniert werden. Wichtig ist, dass man nicht in Feierabend-Haltung mit hochgezogenen Beinen auf dem Sofa endet. Dann lieber mit Wäscheleine und einem Bettlaken irgendwo einen Platz abgrenzen. Bleiben Sie in Kontakt! Einmal pro Tag mit einem Kollegen skypen stärkt die Moral und hält einen bei der Stange. Skype, Microsoft Team oder Zoom sind die Mittel der Wahl – übrigens auch nach Feierabend, wenn man mit Freunden Mensch-ärgere-dich-nicht spielen will. Das klappt ebenfalls per PC.

4. Übrigens: Das Home Office ist kein rechtsfreier Raum. Niemand muss von 7 Uhr morgens bis Mitternacht verfügbar sein. Es gelten die normalen Arbeitnehmerrechte (allerdings auch deren Pflichten). Die üblichen Arbeitszeiten gelten im Home Office, Ausnahmen per Mail mit dem Vorgesetzten regeln, im Zweifel hilft der Betriebsrat weiter.

5. Und hier noch ein Tipp aus der Praxis vom Institut für betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG): Grenzen setzen: Ideal ist im Home Office, wenn Arbeit und Privatleben klar, also auch räumlich, getrennt sind. Das hilft dem Kopf, den Job-Modus ein- und nachher wieder abzuschalten. Apropos abschalten: Das sollte man nach Feierabend auch mit Diensthandy oder -laptop tun. Pausenzeiten sollte man festlegen und einhalten. Und auch im Home Office ist es wichtig, sich regelmäßig zu bewegen und genug zu trinken.

© sh

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