Rentenaufschub: Länger arbeiten erhöht die Altersbezüge

14.03.2022 Rentenalter erreicht, aber noch keine Lust auf Ruhestand? Wer weiter arbeitet, erhöht damit seinen Rentenanspruch. Das kann sich auszahlen.

Trotz Rentenalter noch arbeiten? Wer den Job nicht an den Nagel hängen möchte, tut seinen Altersbezügen etwas Gutes. © Christin Klose/dpa-tmn/Illustration

Wer bei Erreichen des regulären Rentenalters weiter berufstätig sein möchte, hat die Möglichkeit, seinen Rentenbeginn zu verschieben oder Job und Rente miteinander zu kombinieren. Mit beiden Optionen lässt sich die Rente weiter erhöhen. Wie das geht, erklärt die Deutsche Rentenversicherung.

Option Nummer eins: Den Rentenbeginn verschieben

Wer das reguläre Rentenalter erreicht hat, muss nicht automatisch in Rente gehen. Eine Rente erhält nur, wer auch einen Antrag stellt. Wer seinen Rentenbeginn verschiebt und weiterhin eine Beschäftigung ausübt, erhält für jeden Monat des späteren Rentenbeginns einen Zuschlag von 0,5 Prozent auf seine Rente.

Bei einem um ein Jahr verschobenen Rentenbeginn erhöht sich die Altersrente damit bereits um sechs Prozent. Darüber hinaus erhöht sich die Rente zusätzlich um die weiter gezahlten Beiträge.

Option Nummer zwei: Rente und Job miteinander kombinieren

Wer sich mit Erreichen des regulären Rentenalters für den Bezug einer Rente entscheidet und nebenbei weiter arbeitet, kann durch die Zahlung von Beiträgen seine Rente erhöhen. Hierfür müssen Rentnerinnen und Rentner ihrem Arbeitgeber mitteilen, dass vom Gehalt Beiträge an die Rentenversicherung abgeführt werden sollen. Ab Juli des Folgejahres wird dann die erhöhte Rente gezahlt.

Dabei gilt auch hier: Für die Rente, die sich aus den gezahlten Beiträgen ergibt, wird zusätzlich ein Zuschlag von 0,5 Prozent pro Monat zwischen dem Erreichen des regulären Rentenalters und dem Beginn der höheren Rente gezahlt.

Beispiele: Bei einem Minijob mit einem Einkommen von 450 Euro beträgt der monatlich zu zahlende Beitrag 16,20 Euro. Nach einem Jahr Beitragszahlung steigt dadurch die monatliche Rente um mindestens fünf Euro. Wer dagegen 3000 Euro im Monat verdient, zahlt einen Beitrag von rund 280 Euro. Nach einem Jahr Beitragszahlung steigt die monatliche Rente hier um mindestens 34 Euro.

Die Deutsche Rentenversicherung informiert online zu Rente und Hinzuverdienst sowie zu allen anderen Themen der gesetzlichen Altersvorsorge und Rehabilitation. Alternativ beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rentenversicherung unter der kostenfreien Service-Hotline 0800 10 00 48 00.

© dpa

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