Medikamente online kaufen: Das sollten Sie beachten

23.05.2022 Zur Apotheke um die Ecke, um Medikamente zu holen - das muss nicht mehr sein. Rezepte kann man mittlerweile auch online in Versandapotheken einlösen. Dabei sollten Sie drei Dinge beachten.

Die Schmerztablette gibt es nicht nur in der Apotheke um die Ecke, sondern auch online. Man sollte vorab aber prüfen, ob die Versandapotheke auch registriert ist. © Christin Klose/dpa-tmn

Tabletten per Klick: Seit 2004 dürfen Apotheken in Deutschland Versandhandel betreiben - auch mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Laut Stiftung Gesundheitswissen können Online-Apotheken eine bequeme Alternative sein. Und zwar dann, wenn man ein Medikament schon längere Zeit nimmt und keine weitere Beratung braucht.

Drei Dinge sollten Sie beim Online-Kauf von Medikamenten aber beachten:

  • Vor der Bestellung prüft man am besten, ob die Online-Apotheke seriös ist. Dafür gibt es den Versandhandels-Register des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Hintergrund: Laut der Stiftung Gesundheitswissen gibt es auf dem Markt auch fragwürdige Anbieter, die mitunter gefälschte Medikamente verkaufen. Diese Fälschungen sehen dem Original oft zum Verwechseln ähnlich, können in der Zusammensetzung der Wirkstoffe aber ganz anders sein und sind damit möglicherweise gesundheitsgefährdend.

  • Verschreibungspflichtige Medikamente gibt es nur mit Rezept - das gilt auch online. Dabei müssen Kundinnen und Kunden das Originalrezept an die Online-Apotheke schicken. Scan oder Foto reichen nicht.

Das Medikament macht sich erst dann auf den Weg, wenn das Rezept geprüft wurde. Etabliert sich das E-Rezept, das gerade noch in der Testphase ist, könnte sich dieses Vorgehen aber ändern, so die Stiftung Gesundheitswissen.

  • Beachten sollte man auch: Viele Apothekenversand-Apps sammeln Daten und geben sie an Drittanbieter weiter. Das hat eine Analyse der Verbraucherschützer von «mobilsicher.de» gezeigt.

Drei der fünf getesteten Anbieter übermittelten sämtliche Suchanfragen an Drittanbieter oder Werbenetzwerke, darunter auch an Google und Facebook. Solche Informationen können etwa Aufschluss darüber geben, welche Krankheiten man hat.

© dpa

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