Moderna: Corona-Impfstoff auch bei Kleinkindern sicher

Für Kinder unter fünf Jahren gibt es in der EU bisher keinen zugelassenen Corona-Impfstoff. Das könnte sich bald ändern. Moderna will den Zulassungsantrag nach erfolgreichen Tests schnell einreichen.
Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist nach Angaben des Unternehmens auch bei Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren sicher. © Jenny Kane/AP/dpa/Archiv

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna ist nach Angaben des Unternehmens auch bei Kleinkindern im Alter von 6 Monaten bis 6 Jahren sicher. Die zweimalige Gabe des Präparats rufe robuste Antikörper-Spiegel hervor und sei dabei gut verträglich, teilte Moderna mit.

Vor Ansteckungen mit der Omikron-Variante schützt der Impfstoff den Daten zufolge ähnlich wie bei Erwachsenen eher schlecht, es habe aber keine schweren Krankheitsverläufe gegeben. Das Unternehmen wolle nun «so schnell wie möglich» Zulassungsanträge für diese Altersgruppe bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA, der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und anderen zuständigen Behörden einreichen.

Nur milde Nebenwirkungen festgestellt

Die vorgestellten Zwischenergebnisse beruhen auf Daten von insgesamt 6700 Kindern; 4200 zwischen zwei und sechs Jahren und 2500 zwischen sechs Monaten bis zwei Jahren. Sie erhielten im Abstand von 28 Tagen 25 Mikrogramm des Impfstoffs gespritzt - ein Viertel der für Erwachsene vorgesehenen Dosis - oder ein Placebo.

Die Immunantwort fiel trotz der geringeren Dosis ebenso stark aus wie bei den Erwachsenen. Unerwünschte Wirkungen seien mild oder moderat gewesen und häufiger nach der zweiten Dosis aufgetreten, etwa Fieber über 38 Grad. Todesfälle oder Entzündungen des Herzmuskels oder -beutels habe es nicht gegeben, auch keine schweren Entzündungsreaktionen.

Zur Zeitpunkt der Studie sei in den USA die Omikron-Variante zirkuliert. Die Wirksamkeit der Impfungen mit Blick auf den Schutz vor Ansteckung habe in der jüngsten Gruppe 43,7 Prozent, in der etwas älteren Gruppe 37,5 Prozent betragen. Schwere Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte oder Todesfälle seien in der Studie nicht aufgetreten, so dass der Schutz der Impfung vor diesen Ereignissen nicht ermittelt werden könne.

Für Kinder unter fünf Jahren ist in der EU momentan noch kein Corona-Impfstoff zugelassen.

© dpa
Weitere News
Top News
Formel 1
Formel 1: Verstappen nutzt Titelchance nicht - Perez siegt in Singapur
People news
Energiekrise: Van Almsick sorgt sich um Schwimmausbildung
Tv & kino
ProSieben-Show: «Masked Singer»: Katja Burkard als erste Prominente enttarnt
People news
Monarchie: Klimagipfel - König Charles reist nicht nach Ägypten
Internet news & surftipps
Finanzen: Bitcoin: Virtuelles Schürfen wird immer klimaschädlicher
Handy ratgeber & tests
Featured: Archero-Tipps: Gibt es Cheats oder Promo-Codes für das Handyspiel?
Handy ratgeber & tests
Featured: Gibt es Promo-Codes im Oktober 2022 zu RAID: Shadow Legends?
Wohnen
Hydraulischer Abgleich : Nicht umlegbar: Kosten für Heizungsoptimierung
Empfehlungen der Redaktion
Gesundheit
Pharmaindustrie: Biontech erwirtschaftet Nettogewinn von 10,3 Milliarden Euro
Gesundheit
Geringes Risiko: Herzmuskelentzündung nach Covid-Impfung: Meist junge Männer
Gesundheit
Schutz vor Corona: Lauterbach: Omikron-Impfstoffe frühestens im September
Panorama
Impfung: Omikron: Schutz sinkt einige Monate nach Biontech-Booster
Gesundheit
Studie: Schutz bei Omikron sinkt einige Monate nach Biontech-Booster
Regional rheinland pfalz & saarland
Arzneimittel: EU-Behörde prüft Varianten-Impfstoff von Pfizer/Biontech
Ausland
Corona-Pandemie: USA: Moderna beantragt Notfallzulassung für zweiten Booster
Regional rheinland pfalz & saarland
Krankheiten: Biontech vervollständigt Antrag für aktualisierten Impfstoff