Anzeichen deuten: Nur Vergesslichkeit oder schon Alzheimer?

Wer den Schlüssel verlegt oder den Namen der Ärztin vergisst, stellt sich oft die Frage: Ist das altersbedingt - oder bahnt sich eine Alzheimer-Erkrankung an? Es gibt frühe Anzeichen.
Wie war das Wort nochmal? Wer regelmäßig vergessliche Momente hat, hat oft Sorge, dass sich eine Alzheimer-Erkrankung anbahnt. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Viele Menschen haben Sorge, im Alter an Alzheimer zu erkranken. Und die wird oft größer, wenn im Alltag doch mal etwas schiefläuft. Wenn ein Wort auf einmal aus dem Gedächtnis wegradiert scheint oder man eine Verabredung verschwitzt. Wo verläuft die Grenze?

Wichtig zu wissen: Bei einer beginnenden Alzheimer-Erkrankung verschlechtert sich das Kurzzeitgedächtnis weiter und weiter. Darauf weist die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) hin. Betroffenen fällt es schwer, Dinge vorausschauend zu planen und umzusetzen.

Wenn Gewohntes zur Herausforderung wird

Ein konkretes Anzeichen ist, wenn Altbekanntes zur Herausforderung wird. Zum Beispiel, wenn man Spielen oder Kochrezepten, die man gut kennt, auf einmal nicht mehr folgen kann. Denn Alzheimer-Patienten können sich nicht über längere Zeit hinweg konzentrieren, sie brauchen mehr Zeit als zuvor.

Das führt zum Beispiel auch dazu, dass sie Gegenstände an ungewöhnlichen Stellen verlegen - weil sie vergessen, wofür sie gut sind.

Auch starke Stimmungsschwankungen oder Persönlichkeitsveränderungen ohne erkennbaren Grund können laut AFI ein Anzeichen sein. Einige Betroffene fühlen sich etwa an unbekannten Orten unwohl oder verhalten sich aggressiv.

Zerstreutheit muss nicht unbedingt Alzheimer bedeuten

Was hingegen im Alter normal sein kann: eine gewisse Zerstreutheit, wenn viele Dinge gleichzeitig anstehen. Oder wenn man komplexen Aufgaben gegenübersteht, wie etwa dem Programmieren des Fernsehers.

Auch ganz ohne beginnende Alzheimer-Erkrankung kann es passieren, dass ältere Menschen Namen oder Verabredungen kurzfristig vergessen oder verwechseln. Laut der AFI fallen sie einem dann aber später wieder ein.

Vergesslichkeit abklären lassen

Egal wie genau sich die Vergesslichkeit im Alltag bemerkbar macht: Es ist sinnvoll, sie von einem Arzt oder einer Ärztin abklären zu lassen. Gerade dann, wenn Anzeichen, die auf Alzheimer hindeuten, wiederholt auftreten.

Denn Medikamente, die den Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung verzögern, wirken laut AFI am besten zu Beginn der Krankheit.

© dpa
Weitere News
Top News
Tv & kino
Fernsehen: Ex-RTL-Manager wird ProSiebenSat.1-Chef
Tv & kino
Hollywood: Sklaven-Drama «Emancipation» mit Will Smith kommt ins Kino
Fußball news
Untersuchung: Bericht: Systematische Belästigung von US-Fußballerinnen
Tv & kino
Fernsehen: ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean geht
Auto news
Maserati Gran Turismo: Schön elektrisch
Internet news & surftipps
Finanzen: Bitcoin: Virtuelles Schürfen wird immer klimaschädlicher
Handy ratgeber & tests
Featured: Archero-Tipps: Gibt es Cheats oder Promo-Codes für das Handyspiel?
Handy ratgeber & tests
Featured: Gibt es Promo-Codes im Oktober 2022 zu RAID: Shadow Legends?
Empfehlungen der Redaktion
Gesundheit
Alzheimer: Aggressives Verhalten nicht persönlich nehmen
Gesundheit
In der Regel Schmerzen: So lindert man Menstruationsbeschwerden
Tiere
Auffällig anderes Verhalten: Wie Sie Hunden mit Demenz helfen
Gesundheit
Sonnenstich und Co.: So erkennen Sie Hitzenotfälle
Gesundheit
Leben in Moll: Wenn ältere Menschen depressiv werden
Gesundheit
Studie: Alzheimer-Symptome nach Corona-Infektion häufiger entdeckt
Panorama
Gesundheit: Studie: Alzheimer-Symptome nach Corona häufiger entdeckt
Gesundheit
Krankschreibung und Co.: Das sollten Krebspatienten vor Reisen wissen