Nach Corona sparsam mit Schmerzmitteln sein

27.07.2022 Die Coronainfektion ist überstanden. Wären da nicht die Kopfschmerzen, die einige Menschen auch Wochen danach plagen. Zwei Gründe, warum man nicht täglich zur Schmerztablette greifen sollte.

Manchmal sind die Kopfschmerzen so stark, dass eine Schmerztablette sein muss. Schmerzmittel sollten allerdings nicht zur täglichen Gewohnheit werden. © Christin Klose/dpa-tmn

Vielen kommt das bekannt vor: Der Coronatest ist wieder negativ, doch ganz wiederhergestellt fühlt man sich nicht. So hat etwa ein Teil der Genesenen auch Wochen und Monate nach der Infektion regelmäßig Kopfschmerzen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hin.

So sollen rund 17 Prozent der Genesenen auch zwei Monate nach der Infektion regelmäßig Kopfschmerzen haben, zum Teil sogar täglich. Das geht aus Daten der Amerikanischen Kopfschmerzgesellschaft hervor, auf die die DGN hinweist.

Schmerzmittel können den Nieren schaden

Schnell ist da eine Schmerztablette eingeworfen. Was in aller Regel funktioniert: Laut der DGN wirken die frei verkäuflichen Schmerzmittel gut bei Kopfweh, das aus einer Coronainfektion folgt.

Zur täglichen Gewohnheit sollte die Schmerztablette aber nicht werden - aus zwei Gründen. Erstens greift eine Infektion mit dem Coronavirus die Nieren an. Schmerzmittel-Wirkstoffe wie Ibuprofen, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure (ASS) können auf Dauer ebenfalls auf die Nieren schlagen und dem lebenswichtigen Organ schaden.

Ein Teufelskreis aus Schmerz

Zweitens kann es passieren, dass die tägliche Schmerztablette einen Teufelskreis anstößt. Denn Kopfschmerztabletten können als Nebenwirkung selbst Kopfschmerzen verursachen. Schon wer sie an 15 Tagen im Monat einnimmt, läuft Gefahr, einen sogenannten medikamenteninduzierten Kopfschmerz zu entwickeln.

Der Rat der DGN lautet daher: Schmerzmittel mit Bedacht einnehmen - und ausprobieren, ob sich das Kopfweh auch mal anders lindern lässt. Das kann Bewegung an der frischen Luft sein oder eine Entspannungsübung. In schweren Fällen sucht man aber am besten einen Neurologen oder eine Neurologin mit Spezialisierung auf Kopfschmerzen auf.

© dpa

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