Mehrheit der vollständig Geimpften möchte Booster-Spritze

05.11.2021 Mit der kalten Jahreszeit steigen wieder die Corona-Fallzahlen - und damit offenbar die Sorge der Menschen. Die meisten Geimpften wünschen laut einer Umfrage eine Auffrischungsimpfung. Auch der Zuspruch für eine Impfpflicht wächst.

Booster Spritze - Ja oder Nein? Laut einer Umfrage wollen sich 70 Prozent der vollständig Geimpften einer Auffrischungsimpfung unterziehen. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine große Mehrheit der vollständig gegen Corona geimpften Menschen in Deutschland möchte eine Auffrischungsimpfung. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag des «RTL/ntv-Trendbarometers».

Demnach wollen 70 Prozent der bereits vollständig Geimpften eine dritte Impfung bekommen, 5 Prozent haben diese bereits erhalten. Rund jeder fünfte vollständig Geimpfte (18 Prozent) hingegen strebe keine Auffrischungsimpfung an, 7 Prozent seien bei dem Thema unschlüssig («weiß nicht»).

Viele fühlen sich ausreichend informiert

Über die Frage, ob eine Booster-Impfung gegen Corona sinnvoll ist, fühlen sich der Umfrage zufolge zwei Drittel (69 Prozent) der vollständig gegen Geimpften ausreichend informiert. Ein knappes Drittel (31 Prozent) der doppelt geimpften Menschen, insbesondere die unter 45-Jährigen, fühle sich dagegen nicht ausreichend informiert.

In einer Umfrage von Infratest dimap für den «ARD-Deutschlandtrend» äußerten 57 Prozent der Befragten einerseits die Sorge vor neuen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland, andererseits haben 58 Prozent der Befragten auch Bedenken, dass das Gesundheitswesen an seine Grenzen stoßen könnte.

Mit Blick auf die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen bezeichnete der Umfrage zufolge knapp die Hälfte der Wahlberechtigten (46 Prozent) die geltenden Einschränkungen als weiterhin angemessen. Für knapp jeden Vierten (23 Prozent) gingen sie dagegen bereits jetzt zu weit.

Zuspruch für strengere Regeln und Impfpflicht wächst

Allerdings sei der Zuspruch für strengere Regeln innerhalb eines Monats deutlich gewachsen: Doppelt so viele Menschen (29 Prozent) wie noch Anfang Oktober gingen die bestehenden Regeln mittlerweile nicht mehr weit genug.

Dementsprechend sei auch der Zuspruch für eine allgemeine Corona-Impfpflicht nach 46 Prozent im August auf nun 57 Prozent gewachsen, hieß es. Vier von zehn Befragten (39 Prozent) sprechen sich den Ergebnissen zufolge dagegen aus. Vor drei Monaten habe noch die Hälfte (50 Prozent) eine allgemeine Impfpflicht abgelehnt.

Noch mehr Zuspruch als eine allgemeine Impfpflicht findet etwa eine Impfpflicht für den Gesundheits- und Pflegebereich: 74 Prozent sprechen sich laut der Umfrage aktuell dafür aus.

© dpa-infocom GmbH

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