Starke Zunahme von Pestiziden auf Obst

25.05.2022 Was kaufen und was nicht? Der Anteil von Pestiziden in Obst und Gemüse steigt immmer mehr. Bei manchen Obst- und Gemüsesorten sind laut einer Untersuchung fast die Hälfte mit den Giftstoffen belastet.

Der Anteil mutmaßlich giftiger Pestizide auf europäischem Obst hat laut Untersuchung einer Umweltorganisation stark zugenommen. © Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Der Anteil mutmaßlich giftiger Pestizide auf europäischem Obst hat laut Untersuchung einer Umweltorganisation stark zugenommen. Demnach habe es im Zeitraum von 2011 bis 2019 einen Anstieg der Belastung mit bestimmten Pestiziden, die von der Europäischen Kommission als «besonders gefährlich» eingestuft seien, um 53 Prozent gegeben.

Die Organisation Pesticide Action Network (PAN) Europe hatte dafür eine Analyse von fast 100.000 Obstproben ausgewertet, wie aus einem Bericht hervorgeht. Knapp 30 Prozent der Proben und damit fast ein Drittel wiesen demnach Rückstände auf, die als mutmaßlich giftig für Menschen, Tiere und die Umwelt gelten.

Rückstände

Während Kiwis im Jahr 2011 gemäß der Untersuchung fast frei von diesen Substanzen waren (4 Prozent), war 2019 fast ein Drittel (32 Prozent) kontaminiert. Bei den unter die Lupe genommenen Kirschen seien 2019 die Hälfte, 2011 nur 22 Prozent belastet gewesen. Bei Äpfeln seien 2019 ungefähr in einem Drittel der Fälle bei Birnen und Pfirsichen fast der Hälfte der Fälle entsprechende Pestizide nachgewiesen worden.

Das am stärksten belastete Gemüse war Staudensellerie, wobei die Hälfte (54 Prozent) aller Proben belastet war, gefolgt von Knollensellerie (45 Prozent) und Grünkohl (31 Prozent). Laut PAN würden manche Proben sogar Rückstände von zwei oder mehr dieser Wirkstoffe enthalten.

Fokus auf Europa

Die Länder, in denen in den Untersuchungsjahren am häufigsten Obst- und Gemüseproben gefunden wurden, waren Belgien (34 Prozent), Irland (26 Prozent), Frankreich (22 Prozent), Italien (21 Prozent) und Deutschland (20 Prozent). Im Fokus der Analyse war nur in Europa produziertes Obst und Gemüse und nicht importierte Produkte.

Im deutschen Ableger von PAN sind neben Organisationen wie Greenpeace, der BUND oder das Umweltinstitut München auch der Verband Bioland, der Bio-Lebensmittel zertifiziert, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft oder der Bundesverband ökologischer Weinbau Mitglied.

© dpa

Weitere News

Top News

Musik news

Konzert: Johnny Depp und Jeff Beck bei Konzert in Offenbach umjubelt

Sport news

Eishockey: Predators und Sharks eröffnen NHL-Saison im Oktober in Prag

Tv & kino

Hollywood: Starbesetzter Trailer für «Amsterdam»-Thriller im Netz

Internet news & surftipps

Internet: «Lockdown Mode»: Mehr Schutz für Apple-Geräte

People news

Kriminalität: Schuldspruch nach Mord an US-Rapper Nipsey Hussle

Internet news & surftipps

Online-Handel: Kartellamt mit härterer Wettbewerbskontrolle auch bei Amazon

Auto news

Urteil: Gemeinde haftet für Beschädigung am Auto durch Astbruch

Job & geld

Umfrage zum Zahlungsverhalten: Bezahlen ohne Scheine und Münzen immer beliebter

Empfehlungen der Redaktion

Wirtschaft

Lebensmittel: Verbraucherschützer kritisieren Vorgaben für Obst und Gemüse

Familie

Aussehen wichtiger als Umwelt: Hauptsache makellos: Kritik an Vorgaben für Obst und Gemüse

Regional bayern

Weltbienentag: Bienen: Naturschützer fordern mehr Engagement der Regierung

Regional baden württemberg

Landesagrarminister: Hauk: Bioprodukte schneiden beim Ökomonitoring sehr gut ab

Regional rheinland pfalz & saarland

Bildungsministerin: Streichert-Clivot: Es darf keine Schulschließungen geben

Regional hamburg & schleswig holstein

Schulschließungen: Rabe: Viele Schüler haben wegen Corona große Lernrückstände

Familie

Lesen, Schreiben, Rechnen: Viertklässler fallen deutlich zurück

Inland

Zehn-Jahres-Vergleich: Was Hänschen nicht lernt - Viertklässler immer schwächer