Corona-Beschlüsse vor allem für junge Menschen belastend

22.12.2021 So traurig es ist, für viele ist der Verzicht auf größere Zusammenkünfte längst zur Gewohnheit geworden. Bei den Jugendlichen steigt der Pandemie-Frust durch die erneuten Einschnitte jedoch enorm.

Bei Jugendlichen ist der Pandemie-Frust besonders hoch. Foto: Christophe Gateau/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Beschlüsse des Corona-Gipfels werden aus Sicht des Psychologen Tobias Rothmund vor allem junge Menschen in ihrem Alltagsleben einschränken. «Das ist das Alter, in dem man sich mit Anderen treffen und feiern will, da sehe ich die größte Belastung», sagte der an der Universität Jena lehrende Professor der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern vom Dienstagabend soll spätestens ab 28. Dezember eine Obergrenze von zehn Personen für Privattreffen gelten, Clubs und Diskotheken sollen geschlossen werden, Fußballspiele und andere Großveranstaltungen ohne Zuschauer stattfinden.

«Für viele Menschen bedeutet die beschlossene Obergrenze gar keine große Änderung, weil sie sich schon lange nicht mehr mit mehr als zehn Personen getroffen haben», sagte Rothmund. Gleiches gelte für die Teilnahme an Großveranstaltungen.

Das eigene seelische Konto aufladen

Rothmund empfiehlt, die Feiertage in diesem Jahr bewusster zu gestalten, - natürlich im kleinen Kreis - mehr zusammen in der Familie zu machen, sich auszutauschen oder einen Tag gemeinsam zu gestalten. Auch Alleinstehende könnten sich mit Freunden und Bekannten treffen und das besonders zelebrieren, vielleicht zusammen kochen. «Gerade dieses Weihnachten kann es wichtig sein, das eigene seelische Konto aufzuladen, indem man es besonders gestaltet.»

«Natürlich ging es uns vor zwei Jahren besser und jeder sehnt sich nach der Zeit ohne Corona zurück», so Rothmund. Es gebe aber zwei Perspektiven um besser mit der anhaltenden Pandemie zurecht zu kommen. «Viele Menschen können sich bewusst machen, dass es ihnen immer noch verhältnismäßig gut geht», meint er. «Wir leben in einem Land, in dem es Wohlstand gibt und haben vieles, was die Situation erleichtern kann, etwa den digitalen Austausch.» Außerdem sei zu hoffen, dass sich die pandemische Lage im Frühjahr und Sommer wieder entspannt. Es helfe, sich an dieser mittelfristigen Perspektive zu orientieren.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Top News

Sport news

Australian Open: Deutsches Tennis-Duo scheidet aus - Nadal weiter

Internet news & surftipps

Corona-Pandemie: Luca-App ändert Geschäftsmodell und senkt Preise

Tv & kino

Fortsetzung: Animationsspaß: «Sing - Die Show deines Lebens»

Tv & kino

Drama: «In Liebe lassen»: Chronik eines Sterbens

Tv & kino

Drama: «Niemand ist bei den Kälbern»: Triumph für Rosendahl

Job & geld

Zeit des Kennenlernens: Kann mein Arbeitgeber mir in der Probezeit kündigen?

Das beste netz deutschlands

Spiele-Tipp: Mini-Quiz Wordle: Fünf Buchstaben ergeben ein Wort

Internet news & surftipps

Kommunikation: «Smishing»-Masche: Weiter massenhaft Betrugs-SMS auf Handys

Empfehlungen der Redaktion

Inland

Pandemie: Psychologe: Corona-Beschlüsse für junge Menschen belastend

Regional thüringen

Psychologe: Corona vor allem für junge Menschen belastend

Regional hessen

Virologe: Nicht «Signal der Entspannung» aussenden

Inland

Pandemie: Oppositionspolitiker kritisieren Corona-Beschlüsse

Regional niedersachsen & bremen

Ärztekammerpräsidentin verlangt einheitliche Beschlüsse

Inland

Sport und Kultur: Bundesländer wollen Großveranstaltungen wieder erlauben

Regional baden württemberg

Besonders scharfe Corona-Regeln in Baden-Württemberg geplant

Regional berlin & brandenburg

Brandenburg schärft Regeln bei Treffen und Feiern nach