Nuss-Nougat-Cremes: Viel Zucker, Markenprodukte schwächeln

Ob aufs Brot oder direkt aus dem Glas: Nuss-Nougat-Cremes versüßen manch einem den Tag. Doch Mineralölbestandteile und viel Zucker verderben den Appetit. Vor allem Markenprodukte kommen schlecht weg.
Nuss-Nougat-Cremes enthalten oft mehr Zucker als Kakao oder Haselnüsse. Ob es eine ganz dicke Cremeschicht auf dem Brötchen sein soll, muss man sich also überlegen. © Silvia Marks/dpa-tmn

Der Name sagt's: Bei Nuss-Nougat-Creme sollten Nüsse und Kakao eine Hauptrolle spielen. Doch oft ist vor allem Zucker der Hauptdarsteller, das zeigt eine Untersuchung von «Öko-Test» (Ausgabe 9/22).

21 Nuss-Nougat-Cremes haben die Öko-Tester unter die Lupe genommen. In dem Produkt mit dem geringsten Nussanteil steckten gerade einmal fünf Prozent Haselnüsse. Die nussigste Creme kam auf einen Anteil von 36 Prozent. Die Kakaopulvergehalte liegen zwischen knapp vier und zwölf Prozent. Und auch beim Zuckeranteil trennt sich das Feld: Manche Cremes kommen auf über 50 Prozent Zucker. Anderen genügen immerhin 34 Gramm auf hundert Gramm Creme.

Nur zwei Cremes sind «gut»

Eines haben jedoch alle gemeinsam: Kein Produkt kam komplett ohne Verunreinigungen mit Mineralölbestandteilen aus. Zumindest Spuren der Kohlenwasserstoffe MOSH fanden die Tester in allen Cremes. Sie kommen etwa über Erntemaschinen zustande und reichern sich im Körper an. Was sie dort anrichten, sei aber noch komplett unklar, heißt es bei «Öko-Test».

Das nicht so süße Testergebnis: Nur zwei Nuss-Nougat-Cremes erreichen die Note «gut» - die vegane Schokocreme Nuss-Nougat von «dm Bio» und eines der günstigsten Produkte im Test, die Nuss-Nougat-Creme der Rewe-Eigenmarke «Ja!». Zwei Markenprodukte mit künstlichem Aroma oder Vanillin und stark erhöhtem Zuckergehalt rasselten komplett durch. Note: «ungenügend». Ein Markenprodukt wurde als «mangelhaft» eingestuft.

Eigenmarken bei Engagement vorne

Übrigens: Auch beim Engagement für Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit in den Anbauländern von Kakao und Nüssen schnitten die Eigenmarken der Supermärkte und Discounter am besten ab. Alle wiesen etwa nach, ihre Haselnüsse aus Rainforest-Alliance-zertifizierten Quellen zu beziehen. Bei den Marken-Produkten war das nicht der Fall. Bei Bio-Produkten legte nur ein Anbieter ein unabhängiges Zertifikat für die Nüsse vor.

Kam Palmöl zum Einsatz, wurde es bei allen auch zertifiziert. Immerhin sieben Hersteller verzichten ganz auf das ökologisch bedenkliche Fett, für dessen Anbau oft Regenwald gerodet wird, darunter fünf Bio-Produkte.

© dpa
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