Was Minderjährige beim Jobben beachten müssen

Eigenes Geld verdienen und damit Wünsche erfüllen: Für viele Jugendliche sind Aushilfsjobs eine Chance, ihre Ersparnisse aufzubessern und erste Berufserfahrungen zu sammeln. Was dabei rechtlich gilt.
Wenn Schüler in den Ferien in einer Eisdiele arbeiten, müssen sie - an ihr Alter angepasst - bestimmte Arbeitszeiten einhalten. © Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-tmn

Wollen Jugendliche neben der Schule oder in den Ferien arbeiten, sollten sie und ihre Eltern auf ein paar Dinge achten. Denn bis zum 18. Geburtstag stehen sie unter besonderem Schutz im Rahmen des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Kinder unter 13 Jahren dürfen bis auf wenige Ausnahmen nicht arbeiten. Danach ist mehr möglich: Mit Einwilligung der Eltern dürfen Schüler ab 13 Jahren zwei Stunden am Tag unter altersgerechten Bedingungen arbeiten.

Nicht jeder Job ist für Jugendliche erlaubt

Allerdings sind Kindern zwischen 13 und 15 Jahren nur leichte Aushilfstätigkeiten erlaubt, etwa Babysitten in einem Privathaushalt oder Zeitungen austragen, erklärt die Stiftung Warentest in der aktuellen «Finanztest» (10/2022).

Erst ab 15 Jahren dürfen Jugendliche laut Jugendschutzgesetz einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. In der Regel sind höchstens acht Stunden am Tag erlaubt - in Ausnahmefällen sind bis zu achteinhalb Stunden möglich.

Sind Minderjährige noch schulpflichtig, dürfen sie in den Ferien unter Umständen mehr Stunden arbeiten. Diese Ausnahmeregelung gilt aber nur für vier Wochen im Jahr.

Insgesamt dürfen Jugendliche nicht mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Dauert die Tätigkeit sechs Stunden oder mehr, ist eine Stunde Pause Pflicht.

Versicherungsschutz und Verdienstgrenzen

Auch versicherungsrechtliche Aspekte sollten Minderjährige im Blick behalten. Damit die gesetzliche Unfallversicherung greift, sollte der Arbeitgeber Jugendliche bei der Minijobzentrale anmelden. Das gilt auch für Tätigkeiten in privaten Haushalten, schreibt «Finanztest».

Einen Anspruch auf Mindestlohn haben Minderjährige nicht. Verdienen Schüler im Schnitt weniger als 470 Euro im Monat, sind sie in der Regel weiter über die Familienversicherung der Eltern abgesichert.

Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen Jugendliche auch mehr als 520 Euro pro Monat verdienen, allerdings darf der Ferienjob dann höchstens drei Monate oder 70 Tage im Jahr dauern - denn nur dann handelt es sich um eine kurzfristige Beschäftigung.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Nationalmannschaft: WM-Mut durch Wembley-Revanche: Flick verlangt Antworten
Tv & kino
Verstorbene Schauspielerin: Tod von Louise Fletcher: «Eine der absolut Größten»
Internet news & surftipps
Software: SAP und Abu Dhabi wollen stärker zusammenarbeiten
People news
Erich-Kästner-Preis: Teresa Enke für Entstigmatisierung von Depression geehrt
Tv & kino
Herbig-Film über Fall Relotius: Bully: «Ich konnte mir die Flunkerei einfach nicht merken»
Internet news & surftipps
Energie: IT-Systeme des Bundes weiterhin nicht umweltfreundlich
Handy ratgeber & tests
Featured: watchOS 9: Diese Neuerungen bringt das Apple-Watch-Update mit
Mode & beauty
Klare Kante: Mailänder Fashion Week: Etros Neuer überzeugt beim Debüt
Empfehlungen der Redaktion
Job & geld
Sommerjobs: Nur mit Vertrag: Das gilt für junge Ferienarbeiter
Regional sachsen
Arbeitsmarkt: Firmen in Sachsen nutzen Ferienjobs zur Fachkräftegewinnung
Auto news
Reisen mit dem Auto: So kommen Sie ohne Knöllchen aus dem Urlaub zurück
Job & geld
Altersteilzeit und Co.: Der frühe Ruhestand muss gut geplant sein
Regional thüringen
Sommerwelle: Weiter Besuchseinschränkungen an Krankenhäusern wegen Corona
Job & geld
Teil vom Team : Elternzeit: Warum sich ein «Kontaktehalteprogramm» lohnt
Familie
Krieg: 31 ukrainische Waisenkinder in Lüneburger Jugendherberge
Job & geld
Hilfe vom Staat: Wer wann Anspruch auf Erwerbsminderungsrente hat