Vorsicht, Gender-Falle! 6 Tipps, wie Eltern sie umschiffen

01.08.2022 Rosa für Mädchen, Fußball für Jungs: Immernoch tappen Eltern schnell in die Gender-Falle. Ein paar Tipps:

Typisch Junge! Typisch Mädchen! Wirklich? Die ersten Lebensjahre prägen, wie Kinder sich mit ihrem Geschlecht identifizieren und welche Rollenklischees sie annehmen - oder nicht. © Jose Luis Carrascosa/Westend61/dpa-tmn

1. Lassen Sie Kinder das anziehen, was sie möchten

Rosa oder hellblau, Einhörner oder Dinosaurier: Lassen Sie Ihr Kind so früh wie möglich mitentscheiden, welche Kleidung es tragen will. Mag Ihre Tochter keine Röcke tragen und Ihr Sohn sich als Prinzessin verkleiden, ist das völlig in Ordnung.

2. Bieten Sie verschiedene Spielzeuge an

Es müssen nicht immer die Puppe für Mädchen und der Bagger für Jungs sein. Solange Spielsachen noch nicht stereotyp gewünscht werden, sollten Eltern sie möglichst breit anbieten.

3. Spielen Sie mit Mädchen Fußball, mit Jungs etwas Kreatives

Stärken Sie Ihre Kinder auch in dem, was sie weniger gut können. Das ist bei Jungs oft die Feinmotorik: Basteln und Malen. Bei Mädchen die Grobmotorik: Fußball spielen und Klettern.

4. Achten Sie auf klischeefreie Bücher und Filme

In vielen, teils älteren Kinderbüchern und Filmen werden tradierte Familien- und Rollenbilder gezeigt. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass moderne Verhaltensweisen gezeigt werden.

5. Leben Sie neue Rollenbilder vor

Papa kocht und Mama bohrt ein Loch in die Wand: Leben Sie Ihren Kindern neue Rollenbilder vor. Dazu gehören auch klischeefreie Spiele: Väter, die mit ihren Jungs ein Armband basteln oder Frauen, die mit ihren Töchtern toben.

6. Lösen Sie sich von Erwartungshaltungen

Viele Eltern erziehen ihre Kinder so, wie sie es erwarten bzw. selbst erfahren haben. Aber: Nicht nur Jungs können mutig und durchsetzungsstark sein, auch Mädchen. Das sollten Sie unterstützen.

7. Machen Sie beiden die gleichen Komplimente

«Du bist toll angezogen» sollte man nicht nur Mädchen sagen. Auch Jungs mögen Komplimente, wenn sie besondere Kleidung tragen. Das Gleiche gilt für alle anderen Komplimente, die man Kindern macht.

© dpa

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