Vivaldi: Browser mit Mail-Postfach, Kalender und mehr

Name verpflichtet: Wenn ein Browser schon Vivaldi heißt, sind vielleicht auch die «Vier Jahreszeiten» nicht weit entfernt? Na ja, fast. Auf jeden Fall ist Vivaldi neuerdings vier Programme in einem.
Praktischer Norwegen-Export: Der Vivaldi-Browser ist jetzt auch Mail-Programm, Kalender und News-Feed-Reader. Und das alles kostenlos. © Franziska Gabbert/dpa-tmn

Der Funktionsumfang des Vivaldi-Browsers ist enorm gewachsen: Ihre norwegischen Entwickler haben die für Windows, Mac und Linux verfügbare Software um einen E-Mail-Client, einen Kalender und um einen Reader für RSS-Feeds erweitert.

Der Vorteil: Zwischen den Anwendungen wechselt man so einfach, wie man es von Internetseiten gewohnt ist. Alles ist und bleibt in Reitern (Tabs) organisiert.

Das integrierte Mailprogramm mit anpassbarem Layout arbeitet mit praktisch allen E-Mail-Diensten zusammen, dafür sorgt die Unterstützung der Mail-Standards POP3 und IMAP. Wer eine neue oder zusätzliche Mail-Adresse benötigt, erhält diese beim Erstellen eines Vivaldi-Kontos. Das Konto wird etwa auch benötigt, wenn man Vivaldi-Browserdaten über verschiedene Geräte hinweg synchronisieren möchte.

Termine planen mit Vivaldi

Der Kalender lässt sich sowohl nur lokal nutzen als auch auf Wunsch mit einem Online-Kalender verbinden. Er bietet drei Ansichtstiefen für die Termine (minimal, kompakt oder voll) und lässt sich auch permanent als Seitenleiste einblenden.

Praktisch ist die eingebettete Funktion zum Erstellen neuer Termine: Hat man etwa Text auf einer Internetseite markiert, klickt man mit der rechten Maustaste darauf und findet im Kontextmenü die Möglichkeit, daraus einen Kalendereintrag zu erstellen. Erinnerungen an Termine sind nicht nur akustisch möglich, sondern auch mit individualisierbaren optischen Effekten im Browser.

News am laufenden bleiben - auf Wunsch im Mailprogramm

Den neuen Feed-Reader für News-Feeds haben die Entwickler ins Mailprogramm integriert. Dort gibt es einen Feeds-Reiter unter dem alle abonnierten Feeds aufgelistet werden. Die News an sich werden dann wie Mails dargestellt, wie Mails als gelesen markiert und übrigens auch von Vivaldi indexiert, so dass sie sich wie die E-Mails frei durchsuchen lassen.

Wem News-Feeds im Mailprogramm nicht zusagen, kann mit dem Feeds-Paneel auch jederzeit ein separates Fenster zum Lesen und Verwalten seiner News öffnen. In jedem Fall erkennt Vivaldi News-Feeds auf Webseiten und hebt sie hervor, damit Nutzerinnen und Nutzer entscheiden können, ob sie diese abonnieren möchten. Vivaldi unterstützt mit entsprechenden Wiedergabefunktionen auch Youtube- und Podcast-Abos.

© dpa
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