Mehr als jedes Dritte Unternehmen nutzt Internet der Dinge

26.01.2022 Immer mehr Unternehmen in Deutschland arbeiten mit vernetzten Systemen im sogenannten Internet der Dinge (IoT). 36 Prozent der Betriebe mit mindestens zehn Beschäftigten nutzten 2021 Geräte oder Systeme, die über das Netz ferngesteuert werden können.

Eine Überwachungskamera vor bewölktem Himmel. Immer mehr Unternehmen arbeiten mit vernetzten Systemen. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Das geht aus Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt veröffentlicht. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich zwar nicht an der Spitze, aber deutlich über dem Durchschnitt von 29 Prozent.

Österreich und Slowenien sind Vorreiter

Vorreiter bei der Nutzung von IoT-Technologien sind Österreich (51 Prozent), Slowenien (49 Prozent), Finnland (40 Prozent) und Schweden (40 Prozent). Zu den Schlusslichtern in der EU gehören Polen, Estland, Bulgarien und Rumänien.

Mit IoT werden miteinander verbundene Geräte und Systeme bezeichnet, die Daten sammeln und tauschen können und über das Internet überwacht oder ferngesteuert werden.

Bei den Betrieben in Deutschland sind besonders oft vernetzte Sicherheitssysteme zu finden. Dazu gehören intelligente Alarmsysteme, Rauchmelder, Türschlösser und Sicherheitskameras. Diese kommen bei 21 Prozent der Unternehmen zum Einsatz - das entspricht dem EU-Durchschnitt. Die IoT-Technik wird aber auch häufiger zum Energiemanagement verwendet (Deutschland 11 Prozent, EU-Durchschnitt 9 Prozent). Die vernetzte Technik kann aber auch dazu benutzt werden, um von den vor Ort eingesetzten Maschinen zu erfahren, ob Wartungsarbeiten notwendig sind.

IoT-Technik ist nicht unumstritten

Der Einsatz von IoT-Technik ist unter Experten nicht unumstritten, da die Verbindung von abgeschirmten Systemen in den Betrieben mit dem Internet im Prinzip auch Angriffe von außen ermöglichen. Kriminellen Hackern ist es immer wieder gelungen, Geräte in IoT-Netzwerken zu kapern und diese dann als Teil einer Bot-Armee für Angriffe zu missbrauchen. In anderen Angriffsszenarien erwiesen sich schlecht abgesicherte Geräte wie vernetzte Drucker als Einfallstor zum gesamten Firmennetzwerk.

© dpa

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