Smartphones mit Alternativ-Android erneuern

26.11.2021 Irgendwann trudeln keine Sicherheitsupdates mehr ein für das Telefon. Als nächstes laufen populäre Apps nicht mehr, weil die installierte Android-Version zu alt ist. Ist das Smartphone noch zu retten?

Auf «UpcyclingAndroid.org» zu finden sind auch ein Erklärvideo zur Initiative und zur Bedeutung der Erneuerung von Smartphones. Foto: FSFE/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Hardware ist noch gut in Schuss, doch der Hersteller hat den Support für die Smartphone-Software eingestellt: In einer solchen Situation können Verbraucherinnen und Verbraucher zur Selbsthilfe greifen und alternative Android-Versionen installieren, rät die Free Software Foundation Europe (FSFE).

Als Beispiele nennt der Verein zwei alternative Android-Versionen (Custom-ROM) mit erweitertem Datenschutz: CalyxOS mit einem Schwerpunkt auf Sicherheit sowie LineageOS mit der Ausrichtung, auf so vielen Geräten wie möglich lauffähig zu sein.

Infos auf «UpcyclingAndroid.org»

Informationen und Anleitungen zum Thema hat die FSFE im Rahmen seiner neuen, vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt unterstützten Initiative Upcycling Android zusammengestellt.

Auch für den Bezug von Apps gibt es Alternativen, zum Beispiel den F-Droid-Store, in dem sich nur freie Software findet.

Der Verein hebt hervor, dass ein Smartphone mit Lineage & Co sowie freier Software sogar besser funktionieren kann als vorher. Das kann so sein, weil es von Anfang an keine unerwünschten oder nicht deinstallierbaren Apps auf dem Gerät gibt. Außerdem werden bei freier Software keine Akkureserven oder Rechenleistung für Werbung oder Tracker verwendet.

Google-Play-Dienste ersetzen

Wer es bis hierhin geschafft und sein Smartphone mit einem alternativen Betriebssystem erneuert hat, kann auch noch einen Schritt weiter gehen und die Google-Play-Dienste ersetzen, und zwar durch MicroG. Das ermöglicht anderen Freie-Software-Anwendungen, sich nahtlos in das Android-System zu integrieren, ohne dafür Google-Software verwenden zu müssen. Damit reduzieren sich die an Google gesendeten Daten oder lassen sich besser überwachen.

© dpa-infocom GmbH

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