Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

ZVEI: Neue Halbleiterfabriken für Europas Industrie wichtig

Aus Sicht des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie wird nicht zuletzt in Europa auch künftig der Bedarf an Halbleitern «massiv steigen». Dabei könne die Ansiedlung ausländischer Chiphersteller helfen.
Leistungsmodul eines Energiewandlers
Europas Industrie sei besonders stark bei Autos und Elektrofahrzeugen und Industrieelektronik, die gerade für den Ausbau der Energienetze und für Wind- und Solaranlagen unersetzlich seien. «In beiden Märkten wird der Bedarf an Halbleitern massiv steigen», prognostiziert der ZVEI. © Harald Tittel/dpa

Trotz Zweifeln von Experten an Subventionen für ausländische Chiphersteller hält der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) es für sinnvoll, dass diese etwa in Deutschland Niederlassungen bauen. Dass das taiwanische Unternehmen TSMC bis 2027 ein Halbleiterwerk in Dresden errichten wolle, sei beispielsweise eine gute Nachricht für Europa und für Deutschland, sagte Sarah Bäumchen aus der ZVEI-Geschäftsleitung.

Das Projekt stärke die Industrie und die internationale Wettbewerbsfähigkeit. «Die Ansiedlung in Dresden bringt uns einen wichtigen Schritt weiter, unser Halbleiter-Ökosystem noch leistungsstärker und resilienter auszurichten.»

Europas Industrie sei besonders stark bei Autos und Elektrofahrzeugen und Industrieelektronik, die gerade für den Ausbau der Energienetze und für Wind- und Solaranlagen unersetzlich seien. «In beiden Märkten wird der Bedarf an Halbleitern massiv steigen», prognostizierte Bäumchen. Die Ansiedlung helfe, die grüne Transformation und Digitalisierung voranzutreiben. Wichtig sei, gleichzeitig auch die Souveränität bei der Herstellung nachgelagerter Teile wie Leiterplatten zu stärken.

Ökonomen zweifeln an Schub

Mehrere Ökonomen hatten nach der Ankündigung infrage gestellt, dass die Konjunktur in Deutschland durch die mit Fördergeldern unterstützte Ansiedlung den erhofften Schub bekomme. Das EU-Parlament hatte im Juli ein Gesetz gebilligt, durch das für die Chipindustrie bis zu 43 Milliarden Euro mobilisiert werden sollen. Die Investitionen sollen unter anderem aus dem EU-Haushalt und der Privatwirtschaft kommen.

Der ZVEI bewertet das Vorhaben und das damit einhergehende Ziel, Europas Halbleiterindustrie zu stärken, positiv. «Angesichts der Tatsache, dass Halbleiter weltweit in nur wenigen Regionen hergestellt werden, gleichzeitig jedoch die geopolitischen Risiken zunehmen, muss die EU ihre technologische Souveränität im Hinblick auf eigene, in internationale Lieferketten eingebundene Kapazitäten, weiter ausbauen», erklärte Bäumchen. Eine robuste Halbleiterindustrie sei unter anderem für Europas «De-Risking-Strategie», die Vermeidung einseitiger Abhängigkeiten und die Stärkung des Industriestandorts Europa im internationalen Wettbewerb unerlässlich.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
René Pollesch
Kultur
Volksbühnen-Intendant René Pollesch gestorben
Matthew Perry
People news
Stiftung: Matthew Perrys X-Account soll gehackt worden sein
Taylor Swift
People news
Paparazzo erhebt Vorwürfe gegen Taylor Swifts Vater
Xiaomi 14 und 14 Ultra: Die Preise im Überblick
Handy ratgeber & tests
Xiaomi 14 und 14 Ultra: Die Preise im Überblick
Xiaomi Smart Band 8 vs. Smart Band 7: Das sind die Neuerungen 
Handy ratgeber & tests
Xiaomi Smart Band 8 vs. Smart Band 7: Das sind die Neuerungen 
Xiaomi 14 (Ultra): So fallen Größe und Gewicht aus
Handy ratgeber & tests
Xiaomi 14 (Ultra): So fallen Größe und Gewicht aus
Max Eberl
1. bundesliga
«Willkommen dahoam, Max»: Eberl bekräftigt Titelambitionen
gründlich kauen
Gesundheit
Warum wir uns gründliches Kauen angewöhnen sollten