Verwirrender Trend: Ein-Wort-Tweets von Biden, Scholz & Co.

Olaf Scholz twittert kurz und knapp: «respekt». Damit schließt er sich einem Trend unter vielen großen Accounts in dem Netzwerk an. Der unbeabsichtigte Auslöser kommt wohl aus den USA.
Bundeskanzler Olaf Scholz schaut im Bundestag auf sein Handy (Archivbild). © Kay Nietfeld/dpa

US-Präsident Joe Biden, Bundeskanzler Olaf Scholz, Ministerien und zahlreiche bekannte Firmen und Institutionen haben mit kurios knappen Mitteilungen auf Twitter für Aufsehen gesorgt. «rechtsstaat», schrieb das Bundesjustizministerium am Freitag auf der Kurznachrichtenplattform. «respekt», twitterte der Account von Kanzler Scholz (SPD). Finanzminister Christian Lindner stieg mit «freiheit» ein, US-Präsident Biden entschied sich für: «democracy» und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj für «Freedom».

Hintergrund war ein Trend in dem sozialen Medium, der sich seit Donnerstag verbreitete: Nutzerkonten schrieben einen Begriff, der zu ihrer Rolle passte oder von ihnen selbst oder anderen mit ihnen assoziiert wurde. Auslöser war wohl das US-Bahnunternehmen Amtrak, das am Donnerstag - unklar, ob beabsichtigt oder nicht - einen Tweet nur mit dem Wort «trains» (Züge) abgesetzt hatte.

Die knappe Botschaft, die bis Freitagnachmittag rund 25.000 Mal geteilt wurde, fand zahlreiche Nachahmer: «universe», schrieb die US-Weltraumorganisation Nasa. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International twitterte «human rights», die US-Zeitung «Washington Post» entschied sich für «news», die Fastfood-Kette McDonalds in Anspielung auf ihr Maskottchen «clown» und Frankreichs Botschaft in den USA: «Revolution».

Unter den Nutzern löste die Aktion gemischte Gefühle aus. Viele Leser kommentierten verwirrt, andere belustigt. Unter den Mitteilungen deutscher offizieller Stellen spekulierten einige Nutzerinnen und Nutzer, ob die Accounts, etwa jene von Scholz oder Lindner, gehackt worden seien. Das Satiremedium «Der Postillon» kommentierte: «cringe» (peinlich). Die Firma Amtrak bewertete das von ihr ausgelöste Geschehen am Freitag launisch: «yesterday was weird. anyway it's still trains.» («Gestern war seltsam. Trotzdem weiterhin Züge.»)

© dpa
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