Meta untersagt Diskussion strittiger Themen am Arbeitsplatz

Die großen sozialen Netzwerke in den USA stehen bei konservativen Politikern unter Generalverdacht, eher linksliberal ausgerichtet zu sein. Der Facebook-Konzern Meta will sich aus der Schusslinie ziehen.
Das Logo von Meta, der Dachmarke des Facebook-Konzerns, auf einem Smartphone, im Hintergrund die Logos von Facebook, Messenger, Instagram, Whatsapp und Oculus. © Andre M. Chang/ZUMA Press Wire/dpa

Die Mitarbeiter des Facebook-Konzerns Meta sollen künftig während der Arbeit nicht mehr Diskussionen zu kontroversen politischen Themen wie Abtreibung, Waffenkontrolle oder die Wirksamkeit von Impfstoffe führen. Das berichtete das US-Magazin «Fortune» und beruft sich dabei auf eine interne Anweisung von Meta-Personalchefin Lori Goler.

In einem internen Forum schreibt Goler dem Bericht zufolge an alle Mitarbeiter, dass das Unternehmen neue Regeln einführt, die vorschreiben, was als angemessene Diskussion am Arbeitsplatz gelte. «Wie (Unternehmensgründer) Mark (Zuckerberg) kürzlich erwähnte, müssen wir eine Reihe kultureller Veränderungen vornehmen, die uns helfen, unsere Prioritäten zu erfüllen», schrieb Goler.

Dies sei mit dem Nachteil verbunden, dass man nicht mehr jede Art der Meinungsäußerung am Arbeitsplatz zulassen werde. «Wir glauben, dass dies für die langfristige Gesundheit unserer internen Gemeinschaft das Richtige ist.»

Richtlinien weltweit gültig

Eine Meta-Sprecherin erklärte, es handele sich um ein Update der bisherigen internen Richtlinien zum Thema, das weltweit gültig sei. Meta lege großen Wert auf Meinungsäußerung, offene Diskussionen und eine Unternehmenskultur, die auf Respekt und Inklusion beruhe. «Wir haben unsere Mitarbeitererwartungen aktualisiert, um zu zeigen, was für unsere Mitarbeiter am Arbeitsplatz angemessen ist. So können wir Ablenkungen reduzieren und gleichzeitig ein Umfeld aufrechterhalten, das respektvoll und integrativ ist und in dem die Mitarbeiter ihre beste Arbeit leisten können.»

Die Meta-Führung sieht sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, ein bestimmtes politisches Lager zu bevorzugen und die Algorithmen des Newsfeeds bei Facebook entsprechend zu manipulieren. Abgeordnete der Republikaner im US-Abgeordnetenhaus warfen Facebook unter anderen vor, Berichte zu möglichen Verfehlungen von Hunter Biden, dem Sohn des US-Präsidenten Joe Biden, unterdrückt zu haben.

© dpa
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