Amazon hat großen Stellenabbau eingeleitet

Seit geraumer Zeit berichten US-Medien, dass Amazon rund zehntausend Jobs streichen will. Tagelang hüllte sich der Konzern in Schweigen. Inzwischen gibt es aber die Bestätigung durch einen Top-Manager.
Der Online-Riese Amazon hat mit dem ersten größeren Personalabbau in seiner Firmengeschichte begonnen. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Der Internet-Konzern Amazon hat mit dem ersten größeren Personalabbau in seiner Firmengeschichte begonnen. Dave Limp, Senior Vice President of Devices & Services bei Amazon,wandte sich am Mittwoch (Ortszeit) an die Mitarbeiter seiner Abteilung, um den Abbau von Arbeitsplätzen zu begründen. Der Konzern will dem Vernehmen nach rund 10.000 Stellen streichen. Limp bestätigte die Zahl nicht, sondern sprach lediglich von einer Konsolidierung.

Der Amazon-Manager verwies auf ein «ungewöhnliches und unsicheres makroökonomisches Umfeld». «Nach einer eingehenden Prüfung haben wir vor Kurzem beschlossen, einige Teams und Programme zu konsolidieren. Eine der Folgen dieser Entscheidungen ist, dass einige Funktionen nicht mehr benötigt werden. Es schmerzt mich, diese Nachricht überbringen zu müssen, da wir wissen, dass wir dadurch talentierte Amazonianer aus der Devices & Services-Organisation verlieren werden.»

Die betroffenen Mitarbeiter seien am Dienstag persönlich benachrichtigt worden. Man werde jeden Einzelnen unterstützen und bei der Suche nach einer neuen Aufgabe helfen, erklärte Limp. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht weiter bei Amazon beschäftigt werden können, sollen ein Paket aus Abfindung, Übergangsleistungen und externer Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung erhalten.

Bei Amazon arbeiten weltweit rund 1,6 Millionen Menschen, davon die meisten in den Logistikzentren des Online-Handelsriesen. Von den Einschnitten betroffen ist aber vor allem die Sparte, die sich um den Sprachassistenten Alexa, die smarten Echo-Lautsprecher und Anwendungen der künstlichen Intelligenz kümmert. Dieser Bereich ist nach Einschätzungen von Branchen-Insidern defizitär. Bislang haben sich noch nicht die Erwartungen der Amazon-Führungsspitze erfüllt, dass künftig Online-Bestellungen in immer stärkerem Umfang über Alexa und ein Echo-Gerät abgewickelt werden.

© dpa
Weitere News
Top News
Job & geld
Wichtige News für Verbraucher: Bürgergeld, Rente, 49-Euro-Ticket: Das ändert sich 2023
Fußball news
Fußball-WM in Katar: Frankreichs B-Team entzaubert - TF1 ging zu früh vom Sender
People news
US-Justiz: Prozess gegen Schauspieler Danny Masterson endet ergebnislos
Tv & kino
Schauspielerin: Christiane Hörbiger mit 84 Jahren gestorben
Internet news & surftipps
Mails, SMS & Co: Ermittler sollen in EU leichter an Daten kommen
Tv & kino
Schauspieler: Hugh Grant erinnert sich ungern an eine Tanzszene
Auto news
EU-Label und Tests: Bei Reifensuche auf Energieeffizienz achten
Das beste netz deutschlands
Rollenspiel-Abenteuer: «Potionomics»: Fröhliches Tränkebrauen in der Hexenküche
Empfehlungen der Redaktion
Internet news & surftipps
Online-Handel: Amazon will auch im kommenden Jahr Stellen streichen
Internet news & surftipps
Online-Versandhändler : US-Medien: Amazon will Tausende Stellen streichen
Internet news & surftipps
Übernahmen: Amazon kauft iRobot für 1,7 Milliarden Dollar
Internet news & surftipps
Künstliche Intelligenz: Amazon zeigt Software für schnelle Stimm-Imitation
Regional sachsen
Gewerkschaft: Verdi ruft zu Streik bei Amazon in Leipzig auf
Regional bayern
Versandhandel: Internationale Anti-Amazon-Kundgebungen am «Black Friday»
Internet news & surftipps
US-Klage: Amazon klagt wegen Facebook-Gruppen für Fake-Bewertungen
Regional rheinland pfalz & saarland
Unternehmen: Amazon nimmt Logistikzentrum in Kaiserslautern in Betrieb