Neue Chancen durch Live-Commerce

10.02.2022 In China ist Live-Shopping längst ein branchenübergreifendes Thema. Hierzulande hat die Sache etwas länger gedauert. Nicht zuletzt die coronabedingten Lockdowns brachten allerdings einen kraftvollen Schub. Zahlreiche Unternehmen mussten sich innerhalb kürzester Zeit neu erfinden, weil auf dem klassischen Weg zeitweise kein Umsatz zu machen war. Das Konzept Live-Commerce wird aber auch in der Zeit nach der Pandemie nicht wieder verschwinden. Nicht nur bei den Giganten des E-Commerce schätzen Kunden die Möglichkeiten, per Live-Video shoppen zu gehen und Fragen im Live-Chat beantwortet zu bekommen.

© pixabay.com / HutchRock

Live-Shopping in Deutschland: mehr als nur Fashion und Beauty

Beide Branchen haben sich schon häufig als Vorreiter erwiesen, wenn es darum ging, neue Trends für den Handel zu setzen. Ein Beispiel für die Innovationskraft aus diesem Bereich sind erste Modemessen, die nach dem Zweiten Weltkrieg buchstäblich auf den Trümmern unter freiem Himmel stattgefunden haben. Noch heute ist man stolz auf die eigene bewegte Geschichte – und blickt neuen Möglichkeiten offen entgegen. Mehr als ein Drittel der bekannten Brands nutzte bereits 2020 / 2021 die Vorteile des Live-Commerce. Bei etwas näherer Betrachtung zeigen sich übrigens Parallelen zum Teleshopping. Dort wurde und wird seit den frühen 1980er Jahren mithilfe eines Moderators präsentiert und verkauft, während Kunden gleichzeitig anrufen und bestellen können. In einigen Formaten werden ausgewählte Käufer sogar live in die Sendung geschaltet. Beim Live-Shopping wird niemand auf diese Art und Weise auf die große Bühne geschubst. Kunden agieren untereinander, mit Moderatoren des Shops oder sogar mit Beauftragten des Labels.

Studien zeigen, wie sich Live-Shopping etabliert

Mit dem ersten bundesweiten Lockdown, in dem nur die für den täglichen Bedarf relevanten Händler geöffnet bleiben durften, erfolgte eine schlagartige Zäsur. Diese führte bei zahlreichen Menschen hinsichtlich ihres Einkaufsverhaltens zu einem Umdenken. Aktuelle Umfragen ergeben, dass 70 Prozent der Europäer dem Live-Shopping aufgeschlossen gegenüberstehen. Anders als in Südostasien, wo Live-Shopping vor allem ein Thema für ein sehr junges Publikum ist, sind in Europa auch zahlreiche Menschen der Generation 40+ offen dafür. Eine besondere Bedeutung haben dabei offenbar Livestream-Videos mit einer Länge von maximal 10 Minuten. In dieser Zeit muss es möglich sein, die relevanten Informationen über eine Ware beziehungsweise ein Produkt so schlüssig zu erklären, dass sich Käufer angesprochen fühlen und einen Kauf tätigen. Hierzu wurden bereits erste Live-Streams vom klassischen Verkaufsstand in die Welt geschickt, denn auch hier bestehen einige Gemeinsamkeiten: Auch der Verkäufer des Gemüsehobels in der Fußgängerzone ist gefordert, sein Produkt innerhalb von Augenblicken so freundlich wie verständlich zu erklären und dabei natürlich möglichst häufig zu verkaufen.

Ein starker Anfang ist die Basis für einen langfristigen Erfolg

Ein großer Teil der bekannten Brands, aber auch kleinere Unternehmen haben sich mittlerweile dazu entschlossen, einen neuen Verkaufskanal für den Live-Commerce zu starten. Dieser wird aber nicht als vollkommen losgelöstes Instrument betrachtet, sondern in den Onlineshop und die Auftritte in der Social Media eingebunden. Auch hier konnte nicht zuletzt coronabedingt hinsichtlich der Klickzahlen ein sprunghaftes Wachstum festgestellt werden. Interessenten, die hier quasi für den Live-Commerce an die Hand genommen werden, verweilen länger beim jeweiligen Angebot und lassen sich leichter für einen Kauf überzeugen.

Das Grundprinzip im Live-Commerce basiert stets auf der Interaktion mit dem Händler oder Moderator in Echtzeit. Darüber hinaus sind die Möglichkeiten vielfältig und bieten sowohl Vorteile als auch Nachteile. Die Einbindung in die Social Media etwa bietet eine hohe Reichweite, allerdings eine verminderte Streamingqualität und geringere Kontrollmöglichkeiten von Seiten des Anbieters. Große Labels setzen daher eher auf Streamingangebote auf der eigenen Website, während kleinere Marken die Chance nutzen, über Angebote auf Kanälen in der Social Media ihre eigene Reichweite zu erhöhen.

Mit der richtigen Strategie ist genau jetzt die richtige Zeit, um im Bereich des Live-Commerce durchzustarten und erfolgreich zu werden. Eine fachkundige Beratung hilft, hierfür einen Fahrplan aufzustellen und Ziele zu formulieren.

© ke

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