Meta und Qualcomm kooperieren bei VR-Brillen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg träumt von virtuellen «Metaverse». Dafür sollen die VR-Brillen mit Technologie von Qualcomm ausgestattet werden.
Meta setzt für seine künftigen Computer-Brillen auf eine Zusammenarbeit mit dem Chipkonzern Qualcomm. © Tony Avelar/AP/dpa

Der Facebook-Konzern Meta setzt für seine künftigen Computer-Brillen zur Anzeige virtueller Realität auf eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem Chipkonzern Qualcomm.

Die Unternehmen vereinbarten eine mehrjährige strategische Kooperation, wie Qualcomm-Chef Cristiano Amon am Freitag bei einem Auftritt auf der Technik-Messe IFA in Berlin bekanntgab. Dazu gehöre eine engere technische Zusammenarbeit der Entwicklungs- und Produktteams. Qualcomms Technologie steckt bereits unter anderem in Metas aktueller VR-Brille Quest 2.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gab das ambitionierte Ziel aus, sein Unternehmen auf virtuelle Welten - das «Metaverse» - auszurichten und so die nächste große Computer-Plattform zu etablieren. Um den Wandel zu zementieren, ließ er den Konzernnamen von Facebook zu Meta ändern.

Der Plan ist ein kostspieliges Unterfangen: Der zuständige Bereich Reality Labs schrieb allein im ersten Halbjahr dieses Jahres einen operativen Verlust von 5,77 Milliarden Dollar. Unterdessen hat Meta weniger Spielraum zum Geldausgeben als früher. Denn das Werbegeschäft des Konzerns geriet angesichts von Konjunktursorgen, der Konkurrenz durch die Video-App Tiktok und Apples Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre auf dem iPhone unter Druck.

Qualcomm ist besonders stark bei Modem-Chips, mit deren Hilfe sich Smartphones mit dem Mobilfunk-Netz verbinden - und liefert auch die Hauptprozessoren für eine Vielzahl von Telefonen mit dem Google-Betriebssystem Android. Firmen-Chef Amon will zudem verstärkt ins Geschäft mit der Autobranche kommen. Neben VR-Brillen will Qualcomm auch Chips für künftige Brillen mit sogenannter erweiterter Realität (Augmented Reality, AR) liefern, bei denen für den Nutzer digitale Inhalte direkt in die reale Umgebung eingeblendet werden. An solchen Geräten arbeiten unter anderem Apple, Google und Meta.

© dpa
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