Lauterbach will Schub für digitale Gesundheitsanwendungen

26.04.2022 Rezept, Überweisung, Befunde - im Gesundheitswesen gibt es das alles weitgehend noch auf Papier. Gesundheitsminister Lauterbach will nun eine Offensive zur Digitalisierung auf den Weg bringen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will digitale Gesundheitsanwendungen auf den Weg bringen. © Axel Heimken/dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dringt auf einen deutlichen Schub für digitale Gesundheitsanwendungen mit konkreten Verbesserungen für Patienten und Mediziner.

Es gehe nicht um eine andere Form der Dokumentation und Archivierung der Medizin, die immer gemacht worden sei, sagte der SPD-Politiker am Dienstag bei der Fachmesse DMEA in Berlin. Es gehe um eine bessere Medizin, die sonst nicht mögliche Dinge ermögliche, und wo der Nutzen im Alltag gespürt und erlebt werden könne. Dafür solle nach der Sommerpause ein Strategieprozess mit Einbeziehung aller Beteiligten begonnen werden. Zugleich gelte es, die technischen Voraussetzungen weiter auszubauen.

Beim elektronischen Rezept könne es etwa nicht nur darum gehen, dass man künftig einen QR-Code in die Apotheke bringe, sagte Lauterbach. Überlegt werde etwa, ob damit auch Medikamente vorbestellt werden könnten, die beim Abholen dann schon dort seien. Nach Angaben der zuständigen Gesellschaft Gematik wurden seit Oktober 2021 mehr als 10.000 E-Rezepte eingelöst. Lauterbach sagte, er nehme an, dass in der Testphase die Marke von 30.000 Rezepten bis zum Sommer erreicht werde und dann auf ein vollständiges Ausrollen gesetzt werden könne.

Der Minister nannte die nach langem Gezerre gestartete elektronische Patientenakte (ePA) eine «Kernanwendung», deren Nutzbarkeit ebenfalls beschleunigt werden müsse. Die E-Akte als freiwilliges Angebot für die 73 Millionen gesetzlich Versicherten war 2021 mit einer Testphase gestartet und soll mehr Funktionen bekommen. Bei der Vernetzung der Praxen gab es teils Verzögerungen. Die Ampel-Koalition strebt an, dass für die Nutzung der E-Akte das Prinzip «Opt out» kommen soll - also, dass man aktiv widersprechen muss und nicht aktiv einwilligen.

© dpa

Weitere News

Top News

Sport news

Wimbledon: Sechs Deutsche raus und Drama-Niederlage für Williams

People news

Medien: Darmkrebs: Erkrankte BBC-Moderatorin Deborah James gestorben

Internet news & surftipps

Games: Sony will mit neuer Marke PC-Gamer ansprechen

Internet news & surftipps

Umfrage: Zuverlässiges Internet wichtiger als schnelles Internet

Gesundheit

Imvanex: EU liefert Affenpocken-Impfstoff aus

Games news

Wenig Abwechslung und Tiefe: «Mario Strikers»: Fußball-Hektik mit Mario und Freunden

Tv & kino

Featured: Last Night in Soho: Die Erklärung zum Mystery-Thriller

Auto news

DKW, Audi, Horch und Wanderer: Auto Union: Wie es zu den vier Ringen am Kühlergrill kam

Empfehlungen der Redaktion

Internet news & surftipps

Gesundheitswesen: Mehr Schub für die E-Patientenakten

Wirtschaft

Digitalisierung: Studie sieht Milliardenpotenzial in Kliniken und Arztpraxen

Gesundheit

Als Smartphone-Code: E-Rezept soll ab September stufenweise eingeführt werden

Internet news & surftipps

Gesundheit: Es geht etwas voran beim E-Rezept

Internet news & surftipps

Informationstechnologie: Die Einführung des E-Rezepts kommt etwas voran

Internet news & surftipps

Weiter Testbetrieb: Pflicht zum E-Rezept kommt nicht im Januar

Regional hamburg & schleswig holstein

Medizin: Beim E-Rezept soll Schleswig-Holstein voranschreiten

Internet news & surftipps

Medizin: Beim E-Rezept soll Westfalen-Lippe voranschreiten