Was sich Teams und Fans von der LoL Prime League wünschen

Wie wichtig das Offlinegefühl in der LoL-Liga Prime League ist, darüber sind sich Fans und Teams einig. Etwa zum Ticketverkauf haben sie Wünsche im Gepäck, auf die auch der Veranstalter reagiert.
Finale Prime League
Fans von Eintracht Spandau schauen sich das Finale der Prime League in der Arena Berlin an. © Gerald Matzka/dpa

Tausende Fans waren im August live dabei, als sich Unicorns of Love und Schalke 04 um den Titel der deutschsprachigen League-of-Legends-Liga Prime League duellierten. Für Teams und Fanclubs ist dieses Vor-Ort-Erlebnis von höchster Bedeutung - doch nicht immer sind die Rahmenbedingungen wie gewünscht.

Erste Schwierigkeiten ergeben sich bereits beim Ticketkauf. Die Entscheidung, ein Turnier vor Ort zu besuchen, könne man selten vom eigenen Lieblingsteam abhängig machen, sagt Lisa Heinrich vom Unicorns-of-Love-Fanclub Love Hurts Crew. «Ich kenne genug Leute, die dann nicht hinwollen, wenn die Unicorns nicht im Finale sind», sagt Heinrich der Deutschen Presse-Agentur im Interview.

Ticketverkauf, bevor die Teams feststehen

Denn in der Regel gehen Tickets in den Verkauf, bevor die Teilnehmer der offline ausgespielten Finalspiele überhaupt feststehen. Zu spät für Fanclubs, die an anderen Teams wenig Interesse haben.

Aber auch ein späterer Verkaufsstart, wie beim letzten Prime-League-Finale im April, schadet der Planungssicherheit. «Zweieinhalb Wochen vorher weiß man immer noch nicht, wo es die Karten gibt», sagt Martin Windhäuser von der Faninitiative Spandau.

Auf Änderungen beim Ticketverkauf will sich Prime-League-Veranstalter Freaks 4U Gaming nicht festlegen. «Dass die Finalteilnehmer erst am letzten Tag feststehen, ist der Natur eines Wettkampfes geschuldet», erklärt das Berliner Unternehmen der dpa auf Anfrage.

Fahnen, Banner und Trommeln

Ticketkontingente für die Finalisten, wie von den Fanclubs gewünscht, habe es durch Freikarten bereits gegeben - die allerdings direkt über die Teams, nicht die Fanvertreter verteilt wurden.

Der Planung von Fanaktionen können auch Sicherheitsvorschriften im Weg stehen. In der Arena Berlin, wo das Prime-League-Finale im letzten Sommer stattfand, waren Fahnen, Banner und Trommeln mit Verweis auf den Brandschutz nur unter strengen Bedingungen erlaubt.

Zum Frühlingsfinale, das ihr Team später verpasste, hätten Spandau-Fans daher kaum Aktionen geplant. Noch dazu war der Veranstaltungsort - das knapp 150 Fans fassende Xperion Berlin - deutlich kleiner. «Das ist so eine Kombi, die das Feuer bei vielen rausgenommen hat», sagt Windhäuser.

Prime League auch vor dem Finale offline?

Probleme mit den Vorschriften sind auch Freaks 4U bewusst. «Im Summer Split mussten alle mitgebrachten Fanutensilien Brandschutzzertifikate vorweisen», sagt der Veranstalter zur Situation. Vor dem diesjährigen Frühlingsfinale habe man diese Probleme daher bereits im Voraus aus dem Weg geräumt und Trommeln, Banner, Tröten und Flaggen zugelassen.

Die Teams wünschen sich dazu von der Liga, die Fans künftig auch vor den Finalspielen offline mit ins Boot zu holen. Das helfe auch bei der Entwicklung von lokalen Rivalitäten, meint Eintrach Spandaus Product Director Christian Baltes. «Du kannst es als Event größer aufziehen, als einfach nur schon wieder für eine Stunde gegen irgendein Team zu spielen», sagt er der dpa im Gespräch.

Freaks 4U zufolge stehe zumindest Public Viewings nichts im Weg. Ein Ligaspiel vor Ort stattfinden zu lassen, sei dagegen schwieriger. «Das ist aktuell nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, die wir im Austausch mit den anderen regionalen Ligen definiert haben», erklärt der Veranstalter, der sich aber gesprächsbereit zeigt.

© dpa ⁄ Niklas Graeber, dpa
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