Deutsche Teams vor langem Weg beim CS:GO-Major in Rio

Vier deutsche Teams sind beim CS:GO-Major IEM Rio dabei. Sprout hat schon jetzt eine persönliche Bestleistung sicher, BIG, Mouz und GamerLegion stehen dagegen vor einer harten ersten Runde.
Sprout startet im CS:GO-Major in Rio erst in der zweiten Runde, drei weitere deutsche Teams müssen es dort erst hinschaffen. (Archivbild) © Riot Games/dpa

Am Montag beginnt in Brasilien das zweite «Counter-Strike: Global Offensive»-Major des Jahres. Die vier deutschen Organisationen, die sich über «Road to Rio» qualifiziert haben, starten mit unterschiedlichen Vorzeichen in das Turnier.

Das bislang mit Abstand beste Ergebnis sicherte sich die noch junge Aufstellung von Sprout, die sich im Qualifier als eines der besten acht Teams den Legendenstatus erspielte. Die Organisation startet in der Challenger-Phase. Damit hat sie schon vor dem Turnier die beste Major-Platzierung überhaupt sicher, die das Erstrundenaus bei der bislang einzigen Teilnahme vor über fünf Jahren locker übertrifft.

Trotz Legendenstatus: Sprout kein Favorit in IEM Rio

Dass es schon jetzt so gut läuft, ist für Victor «Staehr» Staehr keine Überraschung. «Wir haben die richtigen Spieler dafür, und wir mussten einfach nur zeigen, was wir drauf haben», sagt das Sprout-Talent im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Im Major, das schon in den Gruppenphasen vor Publikum ausgespielt wird, wartet aber nochmal eine größere Herausforderung. «Natürlich ist es kein Geheimnis, dass wir nicht die Favoriten auf einen guten Lauf sind», sagt der 18-Jährige. «Aber wir sind offline viel besser und können in Best-of-Ones locker für Überraschungen sorgen. Wir können es weit schaffen.»

Gamerlegion will im CS:GO-Major Erfahrung sammeln

Zum ersten Mal bei einem Major dabei ist Team Gamerlegion. Das Ziel der Qualifikation zum nächsten Turnier in Paris übertraf die erst kurz vorher formierte Aufstellung in der «Road to Rio» deutlich: Das Team schlug beinahe Titelverteidiger FaZe und eliminierte später mit G2 Esports ein Schwergewicht. «Das erste Spiel war ein Gradmesser, den wir doch relativ souverän gemeistert haben. Ab da wurde der Traum Stück für Stück Wirklichkeit», sagt Manager Julian Miculcy zur Einstellung seines Teams.

Im Major ist die Berliner Organisation zwar Außenseiter, möchte dort aber dennoch eine Menge mitnehmen. «Natürlich wollen wir alles geben, soweit zu kommen wie möglich, jedoch sehe ich das eher als Riesenerfahrung für das Team», sagt Miculcy. «Wir sind durchaus in der Lage, einige Teams in die Bredouille zu bringen und es auch in die nächste Stage zu schaffen.»

Major-Playoffs für BIG und Mouz noch weit entfernt

Auch BIG und Mouz gelang auf den letzten Drücker die erneute Major-Qualifikation. Mouz geht nach der Beförderung eines dritten Academy-Spielers in einem Jahr mit viel Potenzial, aber noch wenig Erfahrung ins Turnier.

BIG muss aus Krankheitsgründen wie bereits im Qualifier mit Academy-Spieler Elias «s1n» Stein antreten, in den Manager Christian Lenz jedoch große Stücke hält. «Er ist ultra entspannt und macht sein Ding», sagte er auf seinem Twitch-Kanal. «Er ist von 0 auf 100 da rein und dafür hat er sich gut geschlagen.»

© dpa ⁄ Niklas Graeber, dpa
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