Jetzt auch auf Transit-Basis

03.08.2022 Wie andere Reisemobil-Hersteller versucht auch LMC die Lieferprobleme beim Ducato mit einem kurzfristigen Umstieg auf den Ford Transit abzufedern. Im Falle des noch frischen Innovans allerdings nur als Ergänzung zu den drei weiterhin angebotenen Fiat-Grundrissen.

SP-X/Sassenberg. Der Wohnwagen- und Reisemobilhersteller LMC (Lord Münsterland Caravan) hat in den vergangenen Jahren das Angebot bei den Reisemobilen deutlich reduziert. Aktuelle werden weder vollintegrierte Exemplare noch Alkoven-Fahrzeuge angeboten. Die Münsterländer konzentrieren sich auf den Mainstream, dort wo der Reisemobil-Boom trotz der anhaltenden Lieferprobleme am stärksten ausgeprägt ist: bei den Kompaktfahrzeugen, den Camper-Vans.

Hier wurde im vergangenen Jahr mit dem Innovan der erste ausgebaute Kastenwagen der Firmengeschichte auf den Markt gebracht. Weil die Lieferung der Fiat-Fahrgestelle der Branche aktuell aber die meisten Probleme bereitet, erweitert LMC nun die Innovan-Baureihe, die bisher aus den drei Ducato-Ausbauten 540, 600 und 640 – gleichbedeutend mit Gesamtlängen von 5,40 bis 6,40 Meter – bestand, um eine vierte Variante mit neuer Fahrzeugbasis: Der Innovan 590 wird von einem Ford Transit angetrieben und nimmt somit eine Sonderstellung in der Baureihe ein.

Während die Fiat-Varianten ab 46.500 Euro und bis 50.000 Euro angeboten werden, stehen für den 6 Meter langen 590er mindestens 67.900 Euro zu Buche. Der Grund: Die jüngste Innovan-Variante ist ausschließlich als nahezu komplett ausgestattetes Sondermodell „New Edition“ zu haben, das bereits den stärkeren Transit-Dieselmotor mit 125 kW/170 PS und zahlreiche sonst aufpreispflichtige Extras von der Rückfahrkamera bis zur Markise serienmäßig an Bord hat. Samt Editions- und Sicherheitspaket beschert das Kaufwilligen einen Preisvorteil von 5.100 Euro gegenüber den Einzelposten. Im Prinzip lässt sich lediglich mit der optionalen Sechsgang-Automatik (2.000 Euro) und einem Navi (1.165 Euro) der Gesamtpreis noch knapp über die 70.000-Euro-Marke hieven.

Der Innenausbau des Innovan 590 hält wenig Überraschendes parat. Vorn die Sitzgruppe mit der Zweierbank und den drehbaren Frontsesseln, in der Wagenmitte das Kombibad auf der Fahrerseite und gegenüber die Küche mit Zwei-Flammenkocher, 70-Liter-Kompressor-Kühlschrank und Doppelanschlag, hinten ein großes, quer eingebautes Heckbett. Das große Plus des Transit-Ausbaus: Die Innenstehhöhe bis zu 2,08 Meter vermittelt ein großzügiges Raumgefühl, auch wenn die Innenbreite einen Hauch schmaler ist als bei den Ducato-Varianten.

Die Größe der Tanks für Frisch- (100 Liter) und Abwasser (90 Liter) ist der Fahrzeugklasse angemessen. Die Ford-Assistenzsysteme vom Müdigkeitswarner bis zum adaptiven ACC-Tempomat sorgen aber für ein Sicherheitsniveau, das in diesem Wohnmobil-Segment noch nicht selbstverständlich ist.

Neben dem Innovan bringt LMC auch noch seine Teilintegrierten-Baureihe Tourer und Tourer Lift (mit Hubbett) mit zum Caravan-Salon nach Düsseldorf (26. August bis 4. September). Der Tourer ist nach seiner Premiere im Vorjahr ebenfalls noch taufrisch und bietet mit acht Grundrissen viele Wahlmöglichkeiten. Dabei ist das optional für etwa 4.500 Euro angebotene Aufstelldach (außer in den Lift-Modellen) bei den Teilintegrierten sogar ein Alleinstellungsmerkmal für die Marke.

Per Leiterzugang offeriert das aufgestellte Dach im Obergeschoß zwei weitere großzügige Schlafplätze, bringt allerdings auch gut 120 Kilogramm mehr auf die Waage, so dass man bei einer Vierer-Besatzung und entsprechendem Gepäck wohl leicht die 3,5-Tonnen-Grenzen sprengen dürfte. Ohne Auflastung wird es da sehr schnell eng.

Wirklich neu sind bei der Tourer-Baureihe lediglich die Preise. Lag der Einstieg im vergangenen Jahr noch bei 51.000 Euro, so startet die Preisskala nunmehr bei 65.800 Euro für das 7 Meter lange Modell 660 G mit Einzelbetten, das damit preiswerter ist als der kürzere Typ 630 mit seitlichem Längs-Doppelbett im Heck (67.800 Euro). Zwar betonen die Münsterländer, dass ein Teil der Preisanhebung auf eine deutlich verbesserte Ausstattung zurückzuführen ist, der insgesamt saftige Aufschlag ist allerdings auch ein Beleg dafür, wie stark Lieferprobleme, Inflation, Kostensteigerungen und die hohe Nachfrage auf den Endkunden durchschlagen.

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